Herb Dean Es mangelt ihm nicht an Kritikern, aber Alex Pereira hat eine bekannte MMA-Diskussion in etwas Lauteres verwandelt.
Nach Pereiras Niederlage gegen Ciryl Gane bei UFC Freedom 250 protestierte der ehemalige Champion gegen mehrere Schläge, die seiner Meinung nach regelwidrig waren, und forderte Deans Absetzung als Kampfrichter. Der Kampf sorgte für ungewöhnlich viel Aufsehen, da er im Weißen Haus stattfand, und die Beschwerden verstummten auch nach dem Abbau des Käfigs nicht.
Nun hat sich auch John McCarthy, der Schiedsrichter, dessen Einfluss auf das Regelwerk des Sports unverkennbar ist, in die Diskussion eingeschaltet. Sein Urteil dürfte Pereiras Anhänger verärgern: Laut McCarthy waren die meisten der umstrittenen Schläge von Gane nach der aktuellen MMA-Regel für Schläge auf den Hinterkopf legal.

Herb-Dean-Kontroverse: Big John McCarthy unterstützt Schiedsrichter in Beschwerde von Alex Pereira.
McCarthy sprach in der Ariel Helwani Show über die Pereira-Gane-Sequenz. Dort sollte er Standbilder der Schläge analysieren, die die Kontroverse ausgelöst hatten. Anstatt das Problem als simplen Fehlschlag von Dean darzustellen, ging er direkt auf den heiklen Kern der Regel ein: MMA habe Formulierungen von Kommissionen übernommen, die sich im Boxsport wohler fühlten als in einer Sportart, in der Kämpfer aus jedem Winkel angreifen können.
Seine Erklärung konzentrierte sich darauf, wie eng das verbotene Trefferfeld im MMA definiert ist. Im Boxen wird der Hinterkopf und der Körper viel weiter gefasst, da der Sport darauf basiert, dass die Gegner einander gegenüberstehen. McCarthy argumentierte, dass sich diese Definition im MMA nicht ohne Weiteres anwenden lässt, da sich das Trefferfeld durch Ausweichmanöver, Würfe, Deckungspositionen und abschließende Schlagserien ständig verändert, während ein Schlag bereits ausgeführt wird.
Warum die Regel, dass der Ball an den Hinterkopf geschlagen werden soll, nicht so weit gefasst ist, wie Fans denken.
McCarthy erklärte, die verbotene Zone beginne nahe dem Scheitel und verlaufe in einem schmalen Streifen nach unten in Richtung des Übergangs zwischen Schädel und Wirbelsäule. Er verwendete den Ausdruck „ein etwa fünf Zentimeter breiter Streifen“, um die entscheidende Linie zu beschreiben, und sagte, Schläge, die das Ohr berühren, lägen im Allgemeinen außerhalb der Gefahrenzone. Er räumte zwar ein, dass einige Schläge in Ganes Kampfsequenz möglicherweise die Grenze überschritten hätten, sah aber weder einen unfairen Kämpfer noch einen Schiedsrichterskandal in den Aufnahmen.
- Alex Pereira unterlag Ciryl Gane bei UFC Freedom 250.
- Herb Dean war der Ringrichter bei dem umstrittenen Kampf.
- John McCarthy besprach Bilder aus der Sequenz in der Ariel Helwani Show.
- McCarthy sagte, die meisten der umstrittenen Schläge seien regelkonform gewesen, während es sich bei einigen wenigen möglicherweise um Fouls gehandelt habe.

Die Nachwirkungen des Kampfes zwischen Alex Pereira und Ciryl Gane werfen ein weiteres schlechtes Licht auf die UFC-Schiedsrichter.
Der Zeitpunkt ist für Dean ungünstig. Der erfahrene Ringrichter stand bereits wegen umstrittener Entscheidungen bei UFC-Veranstaltungen im Meta Apex in Las Vegas und in Baku in der Kritik, und Pereiras Kampagne hat Petitionen befeuert, die seine Absetzung fordern. Dean ist zu lange im Geschäft, um auf einen einzigen Vorfall reduziert zu werden, doch das Vertrauen der Öffentlichkeit in Ringrichter wird nicht wiederhergestellt, indem man Fans nach einem wichtigen Kampf dazu auffordert, anatomische Diagramme zu studieren.
Für Pereira ist der nächste Schritt ebenso politisch wie sportlich: Er kann zwar weiterhin durch öffentliche Kritik Druck ausüben, doch die Kommissionen, nicht die Kämpfer, entscheiden über die Zuteilung eines Ringrichters. Für Gane trägt McCarthys Einschätzung dazu bei, die Legitimität seines Sieges zu schützen, der in eine Regeldebatte hineingezogen wurde. Für die UFC liegt die wichtigste Lehre weniger in der Frage nach einem einzelnen Offiziellen, sondern vielmehr darin, ob Kämpfer, Betreuer und Zuschauer denselben Standard für unfaire Fouls verstehen, bevor der nächste Kampf im Schwergewicht in Chaos ausartet.
| Problem | Wo es steht |
|---|---|
| Hauptstreitpunkt | Pereira behauptet, Gane habe unter Deans Aufsicht unerlaubte Schläge ausgeführt. |
| McCarthys Ansicht | Die meisten der überprüften Treffer fallen in den zulässigen Zielbereich. |
| Mögliche Ausnahme | Er räumte ein, dass einige Schüsse möglicherweise illegal gewesen seien. |
| Ganes Verhalten | McCarthy beschrieb ihn als rücksichtslos in den entscheidenden Momenten, nicht als unfair. |
| Deans Druck | Die Kritik hat nach den Ereignissen in Las Vegas, Baku und im Weißen Haus zugenommen. |
| Regelproblem | Der Sport hat noch immer Schwierigkeiten, eine enge Foulzone bei Gedrängen zu erklären. |
McCarthys Verteidigung wird Pereiras Beschwerde nicht beilegen und sollte auch die berechtigte Kritik an Dean nicht unterbinden. Sie zieht jedoch eine klare Grenze zwischen einer unpopulären visuellen Darstellung und einem Regelverstoß – und genau dort muss diese Auseinandersetzung angesiedelt sein, wenn sie mehr als nur Wut nach dem Kampf sein soll. McCarthy erklärte, der geschützte Hinterkopfbereich im MMA verlaufe vom Scheitel bis zum Hinterhauptbein.
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