Arman Tsarukyan fügte seinem Frühjahrsprogramm einen weiteren beeindruckenden Erfolg hinzu, indem er Urijah Faber im Hauptkampf von RAF 8 dominierte und den Kampf mit einem technischen Überlegenheitssieg (13:1) nach einer einseitigen Vorstellung beendete, die dem UFC Hall of Famer nie wirklich eine Chance ließ, ins Spiel zu finden. Was als Kuriosum begann, entwickelte sich zu einer Demonstration von Tsarukyans Schnelligkeit, Balance und Kontrolle, und am Ende des Abends entsprach das Ergebnis genau dem, was es auf dem Papier vorhergesagt hatte: Ein aktiver Top-UFC-Leichtgewichtler überwältigte einen älteren Ex-Star, der zwar immer noch über Wrestling-Instinkte verfügt, aber nicht mehr das gleiche Tempo wie früher vorweisen kann.
Der Kampf nahm früh eine unerwartete Wendung. Tsarukyan fackelte nicht lange, erzwang Schlagabtausche, attackierte Fabers Beine und sammelte Punkte, bevor der Kampf überhaupt richtig in Schwung kam. Faber versuchte, ruhig zu bleiben und flüssigere Reaktionen zu zeigen, doch Tsarukyan war zu schnell in seinen Angriffen und zu präzise, sobald er getroffen hatte. Als sich die erste richtige Phase des Kampfes eingespielt hatte, war Tsarukyan bereits deutlich im Vorteil und kontrollierte sowohl das Tempo als auch die Position. Er gewann nicht nur die kurzen Schlagabtausche, sondern diktierte den gesamten Kampfverlauf.
Der meistdiskutierte Moment ereignete sich, als Tsarukyan Faber während einer Takedown-Sequenz von der Bühne beförderte. Beide Kämpfer stürzten in der Nähe der Kommentatoren von der Plattform und sorgten so für einen Clip, der in den sozialen Medien sofort die gesamte Action überflügelte. Keiner der beiden Kämpfer wurde verletzt, und nach einer kurzen Unterbrechung wurde der Kampf fortgesetzt. Dieser Moment lenkte die Aufmerksamkeit jedoch noch weiter auf ein Ergebnis, das sich ohnehin schon abzeichnete. Nach dem Neustart ließ Tsarukyan nichts an Konzentration einbüßen. Er setzte seine Angriffe fort, dominierte die Schlagabtausche und beendete den Kampf mit einem weiteren Takedown und einem Wurf, der den technischen Überlegenheitssieg einleitete.

Ergebnis des RAF 8 Hauptevents
Für Tsarukyan setzt sich mit diesem Ergebnis eine Serie fort, in der er immer wieder Wege findet, im Gespräch zu bleiben, selbst außerhalb des UFC-Käfigs. Er hat nun eine Bilanz von 3:0 in RAF-Wettkämpfen, und jeder Auftritt hat dasselbe Ziel erreicht. Er betrachtet diese Auftritte nicht als bloße Nebenbeschäftigung. Er nutzt sie, um aktiv zu bleiben, sein Timing im Ringen zu verbessern und seinen Namen im Gespräch zu halten, während sich die Lage im UFC-Leichtgewicht um ihn herum ständig verändert. Das ist wichtig, denn Tsarukyan zählt weiterhin zu den gefährlichsten Namen an der Spitze der Division, und jede dominante Leistung außerhalb des Octagons hält den Druck auf die Titelanwärter aufrecht.
Faber hat sich, zu seinem Verdienst, einer schwierigen Aufgabe gestellt. Mit 46 Jahren trat er gegen einen jüngeren, stärkeren und aktiven UFC-Kämpfer an, der im Nahkampf von vornherein als Favorit galt. Faber besitzt nach wie vor die Instinkte und den Bekanntheitsgrad, um einen solchen Kampf interessant zu gestalten, doch sobald Tsarukyan in Bewegung kam, war der Alters- und Aktivitätsunterschied nicht mehr zu übersehen. Das schmälert nicht Fabers Bedeutung für die leichteren Gewichtsklassen über die Jahre hinweg, aber es verdeutlicht, wie groß der Unterschied ist, wenn eine Legende im Ruhestand gegen einen aktuellen Spitzensportler antritt, der immer noch Höchstleistungen erbringt.
Tsarukyan gab sich nach dem Sieg nicht zufrieden. Nach dem Kampf wandte er sich sofort Colby Covington zu und forderte ihn offen zu einem zukünftigen RAF-Kampf heraus. Covington erklärte sich bereit, den Kampf stattfinden zu lassen, selbst wenn dies bedeuten würde, seinen bereits geplanten Kampf gegen Chris Weidman bei RAF 9 im Mai zu verschieben. Dieser Schlagabtausch trieb die Geschichte über das einzelne Ergebnis hinaus voran und bescherte Tsarukyan eine weitere Schlagzeile am selben Abend. Er erwähnte nach dem Kampf auch Chael Sonnen, doch die Covington-Story rief die stärkere Reaktion hervor, da sie viel eher nach einem konkreten nächsten Schritt klang als nach einer beiläufigen Bemerkung nach dem Kampf.
Das Ergebnis war zwar nie besonders knapp, aber das schmälert seine Bedeutung nicht. Tsarukyan nutzte einen Hauptkampf, einen prominenten Gegner und einen viralen Moment, um sich auf direkte Weise wieder ins Gespräch zu bringen. In der UFC-Welt zählt das immer noch. Die Leichtgewichtsklasse ist stets hart umkämpft, lautstark und voller bekannter Kämpfer, die ihren Platz an der Spitze verteidigen wollen. Tsarukyan weiß, dass Präsenz fast genauso wichtig ist wie Kampfbereitschaft. Bei RAF 8 gelang ihm beides. Er gewann deutlich, lieferte einen Clip, den die Leute immer wieder ansehen werden, und sorgte bereits für die Aussicht auf einen weiteren möglichen Kampf.
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