Die lauteste Person im Gebäude war kurzzeitig kein Kämpfer.
Sophie Cunningham betrat UFC 329 als Stargast und verstand ihre Aufgabe besser als die Hälfte der Prominenten, die die UFC-Organisation in den letzten Jahren als Gast vermarkten wollte. Kein aufgesetztes Grimassieren, kein unbeholfenes Winken, keine vage Energie vom Spielfeldrand, die in den Käfig übertragen wurde. Die Guard der Indiana Fever trug die Rundenanzeige vor der ersten Runde. Paddy Pimblett gegen Benoît Saint Denis, dann zeigte er dem Publikum in Las Vegas die eine Geste, die jeder im Raum bereits auf seinen Handys gesehen hatte.
Das war der Clou. Cunningham musste sich vor dem UFC-Publikum nicht erklären. Ihr Zeigefinger-und-Starren-Gag aus dem DeWanna-Bonner-Moment im Juni hatte sich längst vom Basketball zu einem Running Gag in der gesamten Sportsprache entwickelt. In der T-Mobile Arena übertrug sie ihn einfach in ein aggressiveres, lauteres Umfeld, und die Reaktionen sprachen für sich.

WNBA-Star Sophie Cunningham sorgte mit ihrem Cameo-Auftritt bei UFC 329 für einen viralen Moment in Las Vegas.
Es gibt eine billige Variante der Crossover-Promotion, bei der ein bekanntes Gesicht in der Nähe des Käfigs platziert wird und der Sender hofft, dass das Internet darauf aufmerksam wird. Cunningham bot der UFC etwas Besseres: einen kurzen Auftritt mit einer Pointe. Sie betrat den Octagon für die erste Runde vor dem Leichtgewichtskampf zwischen Pimblett und Saint Denis, ging durch den Octagon und hielt den Moment fest, indem sie mit jener stoischen Selbstsicherheit, die sie Monate zuvor zum Meme gemacht hatte, in die Menge deutete.
Die Reaktion in der Arena war entscheidend, denn es handelte sich hier nicht um einen zurückhaltenden Promi-Applaus. Kampfsportfans können brutal reagieren, wenn sich eine Person außerhalb des Kampfsports in das Produkt hineingezwängt fühlt, insbesondere bei einer Veranstaltung im Rahmen eines wichtigen Hauptkampf-Wochenendes. Cunningham hatte in letzter Zeit genug Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit genossen, um diese Hürde zu überwinden. Das Publikum verstand die Botschaft, die Videos verbreiteten sich rasend schnell online, und die UFC erzielte genau den kostengünstigen, aber viralen Moment, den sie so liebt.
Warum Sophie Cunninghams Zeigegeste-Meme so gut bei UFC-Fans ankam
Cunninghams Reiz lag hier nicht im Geheimnis, sondern im richtigen Timing. Sie hatte bereits eine ungewöhnliche zweite Karriere als virale Sportfigur abseits der WNBA, nicht zuletzt dank des Bonner-Blickduells, das sich in den sozialen Medien immer wieder verbreitete. Dass Dana White Anfang des Jahres eines ihrer Shirts trug, brachte sie vor diesem Gastauftritt auch in den Fokus der UFC-Fans, wodurch ihr Auftritt in Las Vegas eher frech als zufällig wirkte.
- Cunningham trat im Rahmen des Hauptkampfes der UFC 329 im Leichtgewicht gegen Paddy Pimblett und Benoît Saint Denis auf.
- Sie spielt als Guard für die Indiana Fever, nachdem sie zuvor in Phoenix viele Minuten gespielt hatte.
- Zu ihren Erfolgen am College zählt auch, dass sie Missouris beste Torschützin aller Zeiten wurde.
- Laut Quellenangaben gewann Pimblett den Kampf schnell durch Aufgabe in der ersten Runde.

Der Kampf zwischen Paddy Pimblett und Benoît Saint Denis wird vor dem eigentlichen Kampf von einer popkulturellen Nebensache begleitet.
Die Gefahr bei solchen PR-Aktionen besteht darin, dass sie den Kampf überschatten, wenn er die Erwartungen nicht erfüllt. In diesem Fall wurde der Wettkampf jedoch nicht unnötig in die Länge gezogen: Pimblett besiegte Saint Denis in der ersten Runde durch Aufgabe, wodurch das Ergebnis im Leichtgewicht klar und schnell zu verkraften war. Das ist wichtig für Pimblett, denn ein schneller Sieg am Wochenende des zweiten McGregor-Holloway-Kampfes beschert ihm mehr als nur einen viralen Promi-Clip; es sichert ihm ein sauberes Ergebnis in einer Gewichtsklasse, in der Aufmerksamkeit Gold wert ist.
Für Saint Denis ist der Gastauftritt nur Beiwerk, und genau das ist das Problem. Das Leichtgewicht verzeiht keine Fehler, und eine schnelle Niederlage durch Aufgabe gegen einen bekannten Namen hat unmittelbare Konsequenzen für die Kampfpaarungen. Für Cunningham hingegen geht es im nächsten Schritt um die Story abseits der Rangliste: Die WWE-Gerüchte waren bereits Teil ihrer öffentlichen Anziehungskraft, und die UFC-Fans haben gerade bewiesen, dass sie mitspielen, wenn die Story simpel, einprägsam und kurz ist.
| Stück | Warum spielte das eine Rolle? |
|---|---|
| Sophie Cunningham Cameo | UFC 329 wurde ein Crossover-Sportclip für soziale Plattformen erstellt. |
| Verbindung zum Indiana-Fieber | Man stelle eine aktive WNBA-Spielerin vor ein Kampfpublikum, das bereits mit ihrem Meme vertraut ist. |
| Zeigegeste | Er stellte einen direkten Zusammenhang zwischen dem Auftritt in Las Vegas und dem viralen DeWanna-Bonner-Moment her. |
| Dana White Hemd nickt | Zeigte, dass Cunningham schon vor dem Kampfabend in die UFC-Diskussion eingestiegen war. |
| Pimblett-Ergebnis | Durch die Einreichung in der ersten Runde wurde verhindert, dass die eher seichte Geschichte zu einer bloßen Show verkam. |
| Zukünftige Überquerungsspur | Das Interesse der WWE und die Anerkennung durch die UFC machen weitere Auftritte im Umfeld von Kampfsportarten plausibel. |
Cunninghams Kurzauftritt bei UFC 329 funktionierte, weil sie sich nicht verstellte. Sie kam als Basketballspielerin mit einem viralen Moment in die Arena, nutzte die Gelegenheit für ein paar Sekunden und überließ den Kampf den Kämpfern der Veranstaltung in Las Vegas, deren Hauptkampf McGregor gegen Holloway 2 war.
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