Paddy Pimblett Man lässt einen alten Groll nur selten abkühlen.
Während Benoit Saint Denis im Co-Hauptkampf von UFC 329 wartet, hat der Liverpooler Leichtgewichtler den Franzosen hinter sich gelassen und sich wieder auf ihn konzentriert. Ilia TopuriaIm Gespräch mit Demetrious Johnson stellte Pimblett Topuria nicht als wirkliche Bedrohung in der 155-Pfund-Klasse dar, sondern als ehemaligen Federgewichtler, der gegen Justin Gaethje feststellen musste, dass das Leichtgewicht eine weniger verzeihende Klasse ist.
Das ist ein stichhaltiges Argument für Pimblett, besonders nachdem sein eigener Aufschwung im Januar ins Stocken geraten war. Gaethje besiegte ihn bei UFC 324 in Las Vegas einstimmig nach Punkten, gewann anschließend den Interimstitel im Leichtgewicht und holte sich laut Quellenangaben später den unangefochtenen Titel von Topuria. Pimblett muss sich nun gegen Saint Denis neu positionieren, und zwar bei einer Veranstaltung, deren Hauptkampf Conor McGregors geplantes Comeback am 11. Juli ist. Doch er vermarktet den Kampf gegen Topuria weiterhin mit der Feinfühligkeit eines weggeworfenen Bierglases.

Paddy Pimblett nimmt Ilia Topuria vor UFC 329 ins Visier
Pimbletts Seitenhieb war simpel: Topuria mag zwar aus dem Federgewicht ins Leichtgewicht aufgestiegen sein, doch als natürliches Leichtgewicht überzeugt er Pimblett nicht. Der Liverpooler berief sich auf die älteste Wahrheit im Boxsport: Gewichtsklassen existieren, weil Größe und Ausdauer letztendlich wichtiger sind als bloße Marketing-Gerede. Sein schärfster Spruch war, Topuria als „fetten Federgewichtler“ zu bezeichnen – eine abfällige Bemerkung, die umso mehr traf, da Topurias Aufstieg auf Aggressivität, Souveränität und der Weigerung beruhte, in jedem Kampf klein zu wirken.
Das Timing verleiht dem Jab zusätzliche Schärfe. Topuria ging als Favorit in seine erste Titelverteidigung im Leichtgewicht gegen Gaethje bei UFC Freedom 250, musste aber die erste Niederlage seiner MMA-Profikarriere einstecken. Der Kampf wurde nach vier Runden abgebrochen, nachdem Topurias Ecke ihn gestoppt hatte. Gaethje hatte Topuria bereits genug Schaden zugefügt, um ihn vor die Wahl zwischen Ehre und Schutz zu stellen.
Gaethjes Ergebnis liefert Pimblett einen praktischen Messstab
Pimbletts Argumentation zeugt auch von selektiver Erinnerung. Gaethje besiegte Pimblett bei UFC 324 klar, daher verdeutlicht Gaethjes späterer Erfolg gegen Topuria auch Pimbletts eigenen Rückstand auf den Titel. Doch die Promotion setzt oft auf selektive Darstellung, und Pimblett hat sich nie gescheut, eine Niederlage für neue Argumente zu nutzen. Seiner Version zufolge würde Topurias Schlagkraft keinen Respekt einflößen, während seine eigene Größe und sein Leichtgewicht die Diskussion verändern würden, sollten sie jemals im Käfig aufeinandertreffen.
- Pimblett wird im Co-Hauptkampf von UFC 329 gegen Benoit Saint Denis antreten.
- Justin Gaethje besiegte Pimblett einstimmig bei UFC 324 in Las Vegas.
- Topuria erlitt seine erste Profi-MMA-Niederlage gegen Gaethje bei UFC Freedom 250.
- Topuria hatte zuvor den Federgewichtstitel nach seinem Sieg über Max Holloway bei UFC 308 niedergelegt.

Bei UFC 329 geht es um Pimblett, Saint Denis und die Leichtgewichtsklasse.
Die Diskussionen um Topuria sind zwar laut, aber Saint Denis ist das unmittelbare Problem. Pimblett kann es sich nicht leisten, am 11. Juli gegen einen Gegner, der ihm nicht direkt gegenübersteht, nur Schattenboxen zu betreiben, insbesondere gegen einen aggressiven Kämpfer, der aus einem unübersichtlichen Schlagabtausch schnell ein paar Minuten lang unschöne Kämpfe machen kann. Ein Sieg würde Pimblett mit einem zugkräftigen Namen und einer bereits vorhandenen Storyline um Topuria zurück ins Gespräch im Leichtgewicht bringen; eine Niederlage würde die Herausforderung eher wie ein billiger Trick als wie ein echter Vorteil erscheinen lassen.
Für die Division ist die entscheidende Frage nicht, ob Pimblett Topuria ärgern kann. Das kann er bereits. Die Frage ist vielmehr, ob er einen Gegner schlagen kann, der einen Kämpfer nach einer Niederlage gegen Gaethje im Titelrennen hält. Saint Denis stellt einen praktischen Test für Pimbletts Neuanfang dar, während Topuria aufgrund seines Status als ehemaliger Champion, seiner Federgewichts-Tradition und seiner umstrittenen Eignung für die 155-Kilo-Klasse die größere Schlagzeile darstellt.
| Kämpfer oder Ereignis | Warum es jetzt wichtig ist |
|---|---|
| Paddy Pimblett | Nach der Punktniederlage gegen Gaethje braucht er einen Sieg bei UFC 329, um wieder Boden gutzumachen. |
| Benoit Saint-Denis | Kann einen hochkarätigen Leichtgewichtler aus dem Rennen werfen und die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. |
| Ilia Topuria | Bleibt ein zentrales Thema in Pimbletts Aussagen, nachdem er den Leichtgewichtstitel an Gaethje verloren hat. |
| Justin Gaethje | Dient als gemeinsamer Bezugspunkt, nachdem sowohl Pimblett als auch Topuria besiegt wurden. |
| UFC 329 | Im Rahmen von McGregors geplantem Comeback-Kampf wird der Kampf Pimblett gegen Saint Denis gezeigt. |
| Leichtbau-Division | Wenn die Ergebnisse den großen Worten entsprechen, hat ein ernstzunehmender Konkurrent durchaus noch Potenzial. |
Pimbletts Instinkt sagt ihm, die Kamera auf Topuria zu richten, und das ist geschäftlich verständlich. Die nüchterne sportliche Realität sieht jedoch anders aus: Saint Denis steht als Nächstes an, Gaethje ist laut der Quelle der Champion, und Pimbletts letzter UFC-Kampf endete mit einer einstimmigen Punktniederlage in Las Vegas.
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