Ilia Topuria wartet nicht darauf, dass die Leichtgewichtsklasse an Dynamik verliert. Am 14. Juni steht ihm im UFC White House ein Kampf gegen Justin Gaethje bevor, doch Islam Makhachev ist nach wie vor in aller Munde. Topuria will diesen Kampf noch vor Jahresende und macht daraus kein Geheimnis.
Der UFC-Leichtgewichtschampion respektiert Makhachev. Das ist wichtig, denn Topuria verteilt normalerweise keine leeren Komplimente. Er nannte Makhachev talentiert, dominant und einen Gegner, der ihn auf eine ganz andere Art und Weise fordern kann. Doch hinter dem Kampf steckt nichts Freundliches. Topuria will ihn, weil er gefährlich und selten ist und weil ein Sieg über Makhachev seine Karriere auf ein völlig neues Level heben würde.
Doch zunächst einmal ist da Gaethje. Diesen Aspekt darf Topuria nicht unterschätzen. Gaethje ist kein Aufwärmkampf für einen größeren Plan. Er ist der Interims-Leichtgewichtschampion, einer der schlagstärksten Boxer der Division und ein Mann, der eine saubere Taktik in wenigen Minuten in ein brutales Chaos verwandeln kann. Topuria mag zwar von Makhachev sprechen, aber Gaethje ist derjenige, der als Nächstes mit ihm im Käfig steht.

Gaethje kommt zuerst
Genau das macht die Situation so brisant. Topuria versucht, nach vorne zu blicken, ohne den Eindruck zu erwecken, Gaethje zu unterschätzen. Er weiß um die Bedeutung eines Kampfes gegen Makhachev. Er weiß, dass die Fans die Spannung eines Champions-gegen-Champion-Duells sehen wollen. Und er weiß auch, dass die UFC einem Kämpfer, der seinen nächsten Kampf verliert, keinen solchen Kampf gibt.
- Topuria will Islam Makhachev noch vor Jahresende.
- Seine erste Titelverteidigung im Leichtgewicht findet am 14. Juni gegen Justin Gaethje statt.
- Es wird erwartet, dass Makhachev zusammen mit Ian Machado Garry ein eigenes Titelgeschäft abschließen wird.
- Ein Kampf zwischen Topuria und Makhachev wäre einer der größten aktuellen Kämpfe der UFC.
Topuria hat seinen gesamten Aufstieg in der UFC auf Kontrolle aufgebaut. Er redet großspurig und kämpft dann, als hätte er das Ergebnis schon lange vor allen anderen erwartet. Dieses Selbstvertrauen hat ihn durch Titelkämpfe, den Druck in seiner Gewichtsklasse und die Art von Rampenlicht getragen, die Kämpfer normalerweise verändert. Gegen Gaethje muss es ihm weiterhin nützen. Sollte es in Ungeduld umschlagen, wird Gaethje das bestrafen.
Gaethjes Aufgabe klingt auf dem Papier einfach, ist aber in der Praxis brutal. Er muss Topuria jeden Schlagabtausch spüren lassen. Er muss ihm die Beine treten, ihn in die Enge treiben, ihn zu Reaktionen zwingen und den Champion zu einem unnatürlichen Kampftempo zwingen. Topuria will später gegen Makhachev kämpfen. Gaethje will dafür sorgen, dass dieses Gespräch am Ende des UFC White House lächerlich klingt.

Topuria gegen Makhachev-Weg
| Kämpfer | Aktueller Fokus | Was muss geschehen? |
|---|---|---|
| Ilia Topuria | Justin Gaethje im UFC White House | Gewinnen Sie klar und behalten Sie den Leichtgewichtsgürtel. |
| Islam Machatschew | Erwartete Titelverteidigung gegen Ian Machado Garry | Bleib Champion und vermeide eine Sommer-Enttäuschung |
| Justin Gaethje | Interimsmeisterin jagt den vollen Gürtel | Unterbrecht Topurias Rhythmus und beendet das Gespräch über Machatschew. |
Machatschow bleibt der Preis
Makhachev ist ein Name, den Topuria nicht ignorieren kann. Er verfügt über Ringkampf-Können, Kontrolle, Ruhe, Meisterschaftserfahrung und einen Ruf, der jeden Gegner vor neue Herausforderungen stellt. Topuria hat bereits erstklassiges Boxen, Schlagkraft und eiskaltes Selbstvertrauen bewiesen. Gegen Makhachev müsste er beweisen, dass sein Kampfstil auch in längeren, eher unansehnlichen Phasen Bestand hat.
Deshalb scheint Topuria sich zu diesem Kampf hingezogen zu fühlen. Er klingt nicht wie ein Kämpfer, der nur auf einen wahllosen Superkampf aus ist, um Schlagzeilen zu machen. Er klingt eher wie jemand, der Makhachev als die beste verfügbare Herausforderung sieht. Sollte Topuria Gaethje besiegen und Makhachev gegen Garry gewinnen, wird es der UFC schwerfallen, diese Begegnung zu ignorieren.
Es birgt Risiken, sich vor einer Titelverteidigung so zu äußern. Die Kämpfer hören es. Die Fans hören es. Gaethje hört es. Jede Erwähnung von Makhachev gibt Gaethje einen weiteren Grund, sich am 14. Juni respektlos behandelt zu fühlen, selbst wenn Topuria es nicht so meint. Im Leichtgewicht kann so eine Kränkung entscheidend sein.
Die UFC hat einen großen Kampf in petto
Die UFC mag klare Geschichten, und diese hier ist fast schon zu einfach zu verstehen. Topuria will beweisen, dass seine Regentschaft im Leichtgewicht auch über die Division hinausgehen kann. Makhachev bleibt der unangefochtene Elite-Champion, an dem sich viele Kämpfer noch immer messen. Beide haben eine große Fangemeinde, beachtliche Erfolge und Kampfstile, die den Kampf vom ersten Clinch an spannend machen würden.
Doch im Sport verläuft selten alles geradlinig. Gaethje kann den Plan durchkreuzen. Garry kann den Plan durchkreuzen. Verletzungen, ungünstige Zeitpunkte und die UFC-Matchmaking-Strategien können den Plan zunichtemachen. Topuria weiß das auch, aber er setzt sich trotzdem jetzt schon als Zielscheibe ins Rampenlicht. Das zeugt von Selbstvertrauen, Druck und der Erinnerung daran, dass er seinen Titelkampf keineswegs als Kleinigkeit betrachtet.
Topuria muss jetzt im Käfig den ersten Schritt machen. Er muss Gaethje besiegen, den Gürtel verteidigen und das UFC-Weiße Haus als unangefochtener Spitzenreiter im Leichtgewicht verlassen. Dann wird die Diskussion um Makhachev nicht mehr wie ein Wunschtraum wirken, sondern wie ein Kampf, den die UFC womöglich noch vor Jahresende aufbauen muss.
Kampfgerede
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