Fighters

Merab Dvalishvili gegen Henry Cejudo

Merab Dvalyshvili

Merab Dvalishvili und Henry Cejudo sollten bei RAF 8 in einem der spektakulärsten Nicht-UFC-Kämpfe des Wochenendes den Hauptkampf bestreiten. Doch nur wenige Stunden vor Beginn fiel Cejudo aufgrund einer nicht näher genannten Verletzung aus. Diese kurzfristige Änderung brachte die gesamte Hauptkampfliste durcheinander und verhinderte ein Match, das aufgrund der beteiligten Namen und ihrer gemeinsamen Geschichte bereits weit über die Wrestling-Szene hinaus Aufmerksamkeit erregt hatte.

Das Duell hatte von Anfang an offensichtliche Brisanz. Dvalishvili zählt zu den stärksten aktiven Kämpfern im UFC-Bantamgewicht, ein Kämpfer, dessen Tempo und Druck ihn schon gegen die Elite der Gegner zum Sieg geführt haben. Cejudo hingegen zieht bei jedem Kampf sofort die Aufmerksamkeit auf sich, denn er ist nicht nur ehemaliger UFC-Champion, sondern auch Olympiasieger mit langjähriger Erfahrung im Ringen und der Angewohnheit, immer wieder ins Rampenlicht zurückzukehren, wenn die Gelegenheit groß genug ist. Wenn diese beiden im selben Event aufeinandertreffen, ist das Interesse natürlich groß. Mehr als die Namen auf dem Plakat brauchte es nicht.

Merab Dvalyshvili

Plötzliche Absage des Kampfes

Was die Absage so bitter machte, war der Zeitpunkt. Die Änderung war nicht etwa Anfang der Woche vorgenommen worden, als die Fightcard noch flexibel gestaltet werden konnte. Sie erfolgte so kurz vor dem Event, dass RAF alles kurzfristig umorganisieren musste. Nachdem Cejudo ausfiel, wurde auch Dvalishvili aus dem Wettbewerb genommen, und die gesamte Fightcard änderte sich. Ein alternativer Hauptkampf musste im Handumdrehen zusammengestellt werden, und das ursprüngliche Highlight war weg, noch bevor die Zuschauer überhaupt da waren.

Das ist der Aspekt, der bei solchen Geschichten am meisten schmerzt. Die Fans hatten sich bereits auf ein ganz bestimmtes Duell gefreut. Es handelte sich nicht einfach um eine Show mit bekannten Namen, um die Sendezeit zu füllen. Es war ein Rematch-Konzept, das auf zwei Kämpfern basierte, die bereits eine gemeinsame UFC-Geschichte hatten. Dvalishvili hatte Cejudo bei UFC 298 nach Punkten besiegt, und dieses Aufeinandertreffen im Rahmen der Royal Air Force (RAF) bot der Rivalität ein neues Umfeld und ein anderes Regelwerk. Dadurch stellte sich vor dem Event eine klare Frage: Würde Cejudo seine Wrestling-Fähigkeiten nutzen können, um das Kräfteverhältnis zu verändern, oder würden Dvalishvilis Schnelligkeit und Druck wieder die Oberhand gewinnen? Nachdem Cejudo verletzungsbedingt ausfiel, war diese Frage mit ihm hinfällig.

Für Dvalishvili ist die verpasste Chance auch ohne offizielle UFC-Ranglistenplatzierung von Bedeutung. Er hätte gegen einen hochkarätigen Ex-Champion und Olympiasieger antreten sollen. Solche Kämpfe sind für aktive UFC-Kämpfer nach wie vor wichtig, da sie die Bekanntheit der Kämpfer zwischen den Kämpfen steigern und die Aufmerksamkeit auf sie lenken, während die nächste MMA-Veranstaltung geplant wird. Ein Sieg über Cejudo in diesem Rahmen hätte die UFC-Rangliste zwar nicht verändert, aber Dvalishvilis aktuelle Erfolgsserie weiter gestärkt und ihm eine weitere Schlagzeile gegen einen bekannten Rivalen beschert.

Für Cejudo ist die Verletzung ein weiterer frustrierender Rückschlag. Er war gerade erst in den Wettkampf zurückgekehrt und versuchte, nach einer Phase, in der jeder seiner Auftritte stärker unter Beobachtung stand als zuvor, wieder richtig in Schwung zu kommen. Das passiert oft, wenn ein Kämpfer bereits so viel erreicht hat. Niemand schaut Cejudo mehr beiläufig. Jeder Kampf wird an der Version von ihm gemessen, die Titel gewann, olympisches Gold in den MMA-Sport übertrug und sich zu einem der erfolgreichsten Kämpfer aller Zeiten entwickelte. Wenn so ein Kampf in letzter Minute platzt, verliert man nicht nur einen einzigen Abend. Man stoppt seinen Schwung, bevor das Ergebnis überhaupt etwas aussagen kann.

RAF rettete zwar die Spitze der Fightcard, indem sie Arman Tsarukyan in den Hauptkampf gegen Urijah Faber verlegten, doch das konnte den Verlust nicht wettmachen. Der Kampf zwischen Dvalishvili und Cejudo war anders, mit einer ganz anderen Spannung. Er bot Frische, Geschichte und genug Wettkampfreiz, um die Zuschauer allein zu fesseln. Der Ersatzkampf bescherte der Veranstaltung zwar einen bekannten Hauptkampf, doch die ursprüngliche Paarung war immer noch der Kampf, den viele erwartet hatten.

Kurzfristige Absagen gehören im Kampfsport dazu, manche schmerzen aber mehr als andere. Diese Absage traf besonders hart, weil die beteiligten Namen bekannt waren, die Paarung Sinn ergab und der Zeitpunkt keine Möglichkeit bot, die ursprüngliche Geschichte fortzusetzen. Dvalishvili und Cejudo hatten die Veranstaltung bereits ins Gespräch gebracht. Als die Verletzung den Kampf verhinderte, war das Interesse bereits groß.

Probieren Sie unsere Spiele aus

Panda-Kampf

Kampf

Ultimatives Boxen

Reifen

Kampfgerede

Teilen Sie Ihre Meinung zu dieser Geschichte mit.

Starten Sie das Gespräch

Teile als Erster deine Meinung. Diskutiere den Kampf, Reaktionen und Vorhersagen mit anderen Fans.

Link kopiert!
DE — German