Sean Strickland ist ein UFC-Champion, der auf der wohl amerikanischsten Bühne der Organisation keinen Platz findet. So stellt er die Situation zumindest zehn Tage vor UFC Freedom 250 im Garten des Weißen Hauses dar.
Strickland gibt an, ihm sei die Teilnahme an der Veranstaltung am 14. Juni untersagt worden. Er ist dort zwar nicht als Kämpfer gebucht, doch seine Beschwerde hat für die UFC eine unangenehme Nebengeschichte ausgelöst: Der amtierende Mittelgewichtschampion, der sich erst kürzlich den Titel von Khamzat Chimaev zurückgeholt hat, sagt, er sei von einer Veranstaltung ferngehalten worden, die auf nationales Spektakel und ausgewählte Gäste ausgerichtet ist.
Die Veranstalter haben die Sperre gegen Strickland nicht öffentlich bestätigt. Dieser Punkt ist jedoch von entscheidender Bedeutung. Bislang stammt die einzige gesicherte öffentliche Stellungnahme zu der Entscheidung vom Kämpfer selbst. Strickland vermutet, dass sein Ausschluss mit politischen Äußerungen der letzten Wochen zusammenhängt, und hat bereits angedeutet, dass er möglicherweise mit seinem Meisterschaftsgürtel nach Washington reisen wird, selbst wenn er nicht an der Veranstaltung teilnimmt.

Strickland macht aus Abwesenheit eine Geschichte
Strickland war nie Teil der Kampfkarte. Sein Engagement beschränkte sich zunächst darauf, bei der Veranstaltung anwesend zu sein, nicht aber selbst anzutreten. Unter normalen Umständen würde ein inaktiver Champion, der am Ring sitzt, angesichts zweier Titelkämpfe und der Kulisse des Weißen Hauses kaum auffallen. Bei Strickland hingegen ist gerade sein fehlender Sitzplatz zur Schlagzeile geworden.
Das liegt vor allem daran, dass er den Gürtel wieder hat. Am 9. Mai besiegte Strickland Chimaev bei UFC 328 nach geteilter Entscheidung und wurde zum zweiten Mal Mittelgewichtschampion. Seine Rückkehr an die Spitze bescherte der UFC kurz vor dem Juni-Event einen weiteren amerikanischen Titelträger. Nun verkündet der Champion, dass die Veranstaltung, die am stärksten von amerikanischen Symbolen geprägt ist, ohne ihn stattfinden wird.
Strickland hat die Angelegenheit nicht als stillschweigende Verwaltungsentscheidung behandelt. Er hat sie öffentlich gemacht und mit seiner Kritik an Politikern und deren Politik in Verbindung gebracht. Ob dies der Grund für seinen angeblichen Ausschluss ist, bleibt unbestätigt, solange sich die UFC-Verantwortlichen nicht dazu äußern.
- Strickland sagt, ihm sei die Teilnahme an UFC Freedom 250 verweigert worden.
- Er ist nicht für den Kampf am 14. Juni eingeplant.
- Bei UFC 328 holte er sich den UFC-Mittelgewichtstitel gegen Khamzat Chimaev zurück.
- Die UFC hat weder eine Sperre öffentlich bestätigt noch einen Grund für seine Abwesenheit genannt.
Freedom 250 ist kein normaler Kampfabend
UFC Freedom 250 sollte von vornherein unter anderen Bedingungen als eine herkömmliche Pay-per-View-Veranstaltung stattfinden. Austragungsort ist das Weiße Haus in Washington, D.C., und der Zugang wird nicht wie üblich über Arenatickets geregelt, sondern durch die Location selbst. Diese besondere Kulisse trägt zum Reiz der Veranstaltung bei und sorgt gleichzeitig dafür, dass jede Entscheidung der Gäste mehr Aufmerksamkeit erregt als üblich.

Stricklands Behauptung trifft genau diesen wunden Punkt. Kann ein Champion nicht teilnehmen, fragen sich die Fans natürlich, ob der Grund Kapazitätsprobleme, Sicherheitsbedenken, Protokollvorgaben oder sein öffentliches Verhalten sind. Er selbst hat seine Antwort bereits gegeben. Die UFC hat noch keine geliefert.
| Wendepunkt der Geschichte | Position verifiziert |
|---|---|
| UFC Freedom 250 | Geplant für den 14. Juni im Weißen Haus in Washington, D.C. |
| Sean Stricklands Status | Aktueller UFC-Mittelgewichtschampion nach seinem Sieg über Khamzat Chimaev. |
| Seine Beteiligung an der Karte | Er ist nicht für einen Kampf bei der Veranstaltung gebucht. |
| Anwesenheitsproblem | Strickland behauptet, ihm sei die Teilnahme verweigert worden; die UFC hat dies nicht öffentlich bestätigt. |
Der Champion könnte immer noch außerhalb des Hauses erscheinen.
Strickland hat bereits die Möglichkeit ins Spiel gebracht, auch ohne offizielle Eintrittskarte für die Veranstaltung in Washington aufzutauchen. Das rückt ihn zwar nicht in die Nähe des offiziellen Programms und ändert auch nichts an den geplanten Kämpfen. Es würde der Kampfwoche jedoch ein zweites Bild verleihen, das die UFC nicht vollständig kontrollieren kann: ihren Mittelgewichtschampion außerhalb des Veranstaltungsortes, der als einmaliges Spektakel vermarktet wurde.
Die Veranstaltung selbst konzentriert sich weiterhin auf die teilnehmenden Kämpfer. Strickland hat dort keinen Gegner und auch keine Titelverteidigung ist an diesem Termin vorgesehen. Seine nächste wichtige sportliche Frage wird sein, wer nach UFC 328 um seinen Gürtel kämpfen wird. Seine Abwesenheit ist jedoch relevant geworden, da er sie nicht privat halten wollte.
Es bleibt noch Zeit, bis die Veranstalter die Situation aufklären oder die Geschichte angesichts der eigentlichen Kämpfe in Vergessenheit gerät. Bis dahin muss die Aussage unverändert bleiben. Sean Strickland behauptet, nicht an UFC Freedom 250 teilnehmen zu dürfen. Die UFC hat seine Aussage nicht bestätigt. Zehn Tage vor der Veranstaltung im Weißen Haus reicht diese Behauptung aus, um einen Champion ins Rampenlicht zu rücken, ohne ihn jedoch auf der Kampfkarte zu platzieren.
Kampfgerede
Teilen Sie Ihre Meinung zu dieser Geschichte mit.
Starten Sie das Gespräch
Teile als Erster deine Meinung. Diskutiere den Kampf, Reaktionen und Vorhersagen mit anderen Fans.