Sobald Ilia Topurias Kampf gegen Justin Gaethje bei UFC Freedom 250 zu Ende war, begann die Hetzjagd – und niemand schlug härter zu als ein Boxer, der noch nie eine Sekunde in einem MMA-Käfig verbracht hat.
Terence Crawford, eine Legende im Boxsport, nutzte die sozialen Medien, um Topuria nach dessen Niederlage zu verspotten. Er bezog sich dabei auf frühere Sticheleien Topurias, in denen dieser angeblich behauptet hatte, er könne es gleichzeitig mit Crawford und Shakur Stevenson aufnehmen. Diese Prahlerei erwies sich am Sonntagabend als fatal, und Crawford ließ das nicht auf sich beruhen. Er war nicht der Einzige – auch Jake Paul und Arman Tsarukyan meldeten sich zu Wort –, doch Crawfords Beitrag sorgte für die größte Empörung, da er einen Namen ins Spiel brachte, von dem niemand erwartet hatte, dass er Topuria verteidigen würde.

McGregor dreht den Spieß gegen Crawford um.
Conor McGregor und Ilia Topuria pflegen eine gut dokumentierte, öffentlich erbitterte Rivalität. Als McGregor sich für den gefallenen Champion einsetzte, hielten viele mitten im Scrollen inne. Sein Argument war prägnant und eindeutig: Crawford habe zwar einen Wrestling-Hintergrund, würde aber niemals unter MMA-Regeln antreten. Was also gibt ihm das Recht, einen Kämpfer auszulachen, der einen MMA-Kampf verloren hat? McGregor nannte diese Position erbärmlich, fragte, warum Boxer an der UFC-Veranstaltung teilnahmen, während kein MMA-Kämpfer die andere Richtung betrat, und schloss mit einem Hashtag, der andeutete, dass den Boxern der Mut dazu fehle.
Crawford konterte prompt. Er forderte McGregor auf, sich auf seinen eigenen bevorstehenden Kampf vorzubereiten und betonte, dass seiner Ansicht nach der Boxsport im Hinblick auf den Wechsel zwischen den Sportarten die Oberhand habe – Kämpfer aus anderen Sportarten kämen zum Boxen, nicht umgekehrt. Der Schlagabtausch wirkte wie ein leichtes Chaos zweier extrem selbstbewusster Männer, die fest davon überzeugt sind, dass der jeweils andere den Kern der Sache völlig verkennt.
Der Streit unter den „Fußballmüttern“ und wer das letzte Wort hatte
Crawford führte seine Argumentation in einem Folgebeitrag weiter aus und behauptete, dass jeder – unabhängig von der Sportart – irgendwann boxen lernen wolle, während das Umgekehrte schlichtweg nicht vorkomme. Er nutzte das Bild von Boxkursen für Freizeitsportler als Beweis dafür, dass Boxen an der Spitze einer imaginären sportlichen Hierarchie stehe. McGregors Antwort bestand aus vier Worten: „Ich schätze, wir werden es nie erfahren.“ Crawford hatte darauf keine schlüssige Antwort, und der Thread verstummte.
- Ilia Topuria wurde bei UFC Freedom 250 von Justin Gaethje gestoppt und verlor dadurch seine ungeschlagene Bilanz und seinen Gürtel.
- Crawfords viraler Post bezog sich auf Topurias vorherige Behauptung, er könne Crawford und Shakur Stevenson gleichzeitig ausknocken.
- McGregor stellte Crawfords Bereitschaft, trotz seines Wrestling-Hintergrunds im MMA anzutreten, in Frage und nannte den Spott des Boxers „erbärmlich“.
- Crawfords Antwort lautete, dass die Stellung des Boxsports innerhalb der Kampfsportarten bedeute, dass er nicht verpflichtet sei, in einen Käfig zu steigen – andere Athleten kämen zum Boxen, nicht umgekehrt.

Was dieser Streit tatsächlich über die politische Landschaft der Division offenbart
Lässt man den ganzen Twitter-Trubel beiseite, kommt etwas Reales zum Vorschein. Topurias Niederlage gegen Gaethje ist ein wahrer Paukenschlag im Feder- und Leichtgewicht – ein Kämpfer, der in einem Atemzug mit den ganz Großen der 145-Kilo-Klasse genannt wurde, wurde auf eine Weise besiegt, die alle Fragen nach seiner Zukunft aufwirft. Crawfords Spott, so geschmacklos er auch sein mag, spiegelt die allgemeine Sportwelt wider, die stark an Topurias internationales Star-Potenzial, einschließlich seiner Boxambitionen, geglaubt hatte. Sobald dieser Stern auch nur vorübergehend verblasst, lauern die Geier aus anderen Sportarten sofort auf ihn.
McGregors Verteidigung von Topuria ist angesichts ihrer gemeinsamen Geschichte auf den ersten Blick schwer einzuschätzen, doch sein zugrundeliegendes Argument über den Mut, vom Boxen zum MMA zu wechseln, hat unabhängig von der Person, die es vorbringt, Gewicht. Crawford ist einer der besten Boxer der Welt – seine Bilanz spricht für sich –, aber die Diskussion um den Wechsel vom Boxen zum MMA war schon immer unausgewogen, und McGregor hat die Schwäche in Crawfords Argumentation richtig erkannt. Ob Topuria sich erholt und wieder in diese Diskussion einsteigt, hängt allein von seinem nächsten Auftritt im Octagon ab, und das ist derzeit ungewiss. Crawfords Herausforderung aus der Boxperspektive, ohne selbst ein Risiko einzugehen, ist zumindest eine bequeme Position.
| Detail | Info |
|---|---|
| Event | UFC Freedom 250 |
| Lösung | Justin Gaethje besiegte Ilia Topuria |
| Topurias Rekord nach der Niederlage | Die ungeschlagene Serie endete |
| Crawfords Social-Media-Plattform | X (ehemals Twitter) |
| Andere Kämpfer, die Topuria kritisierten | Jake Paul, Arman Tsarukyan |
| McGregors angegebene Begründung für die Verteidigung von Topuria | Crawford hat einen Wrestling-Hintergrund, lehnt aber MMA-Wettkämpfe ab. |
Der Schlagabtausch endete damit, dass McGregor rhetorisch den klareren Schlusspunkt setzte und Crawford sich einer allgemeineren Verteidigung des Boxsports als Disziplin zuwandte, anstatt auf die konkrete Herausforderung einzugehen, die McGregor an ihn gerichtet hatte.
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