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Bruce Buffer UFC Seattle Fehler

Bruce Buffer UFC

Bruce Buffer ist normalerweise die Stimme, die dem Chaos ein Ende setzt, nicht der Mann, der darin steht. Diesmal musste er das Gegenteil tun.

Zum ersten Mal sprach Buffer ausführlich über den Fehler in Seattle, wo er nach dem Kampf zwischen Marcin Tybura und Tyrell Fortune den falschen Sieger verkündet hatte. Er redete nicht um den heißen Brei herum. Er sagte es ganz klar: Der Fehler lag bei ihm, und er übernimmt die volle Verantwortung dafür.

Das ist der Kern der Geschichte. Er gab nicht dem Saal die Schuld. Er versteckte sich nicht hinter der Hektik des Kampfabends. Er versuchte nicht, die Sache herunterzuspielen. Er gab zu, die Entscheidung falsch getroffen zu haben, und in einem Job wie seinem ist das so direkt wie nur möglich.

Was die ganze Sache noch peinlicher machte, war, dass es Bruce Buffer passierte, einem Mann, der diesen Job seit Jahrzehnten macht und dem so gut wie nie ein Fauxpas unterläuft, der gleich zu einer Schlagzeile führt. Deshalb fiel es auch so schnell auf. Wenn so etwas einem neueren Kommentator passiert, reden die Fans ein paar Stunden darüber und dann ist es wieder vergessen. Bei Buffer hingegen wirkt es sofort seltsam, weil seine Stimme so eng mit der Gewissheit am Kampfabend verbunden ist.

Er erklärte außerdem, dass die Verwirrung um UFC 327 anders gelagert war. In diesem Fall habe er lediglich die ihm vorgelegten Unterlagen gelesen, und das Problem sei dadurch entstanden, dass ihn die Information fehlerhaft erreicht habe. Dieser Unterschied sei ihm wichtig. In Seattle, so sagt er, habe er den Fehler begangen. Bei UFC 327 hingegen habe der Fehler bereits begonnen, bevor er das Ergebnis überhaupt ausgesprochen habe.

Bruce Buffer

Buffer übernahm die Verantwortung für den Fehler.

Das macht diese Geschichte zu mehr als nur einer einfachen Entschuldigung. Sie zeigt, wie zerbrechlich die letzten Sekunden eines MMA-Kampfes sein können, selbst bei der größten Organisation des Sports. Fans denken meist, das Schwierigste sei mit dem Schlussgong überstanden. Doch das ist es nicht immer. Ein Punktgewinn, eine verpasste Übergabe, ein zu schnell vorgelesener Satz – und das ganze Ende kann vor den Augen aller Beteiligten im Chaos enden.

  • Buffer übernahm die volle Verantwortung für den Fehler in Seattle.
  • Er sagt, die Verwirrung um UFC 327 sei ein Problem anderer Art gewesen.
  • Er versucht, seinen eigenen Fehler von einer fehlerhaften Informationsübergabe zu trennen.
  • Die Geschichte gewann an Brisanz, weil ihm solche Fehler fast nie passieren.

Auch seine Reaktion darauf hatte etwas Menschliches. Er klang nicht defensiv, sondern verärgert über sich selbst. Das ist wohl der einzig angemessene Tonfall, wenn jemand in seiner Position einen so offensichtlichen Fehler macht. Menschen können Fehler schneller verzeihen, wenn derjenige, der sie begangen hat, nicht alle beleidigt, indem er so tut, als sei der Fehler kaum von Bedeutung.

Gleichzeitig ist es genau diese Art von Fehler, die im Gedächtnis bleibt, denn die Verkündung des falschen Siegers ist einer der wenigen Fehler im MMA, der sich unmittelbar gravierender anfühlt als ein technischer Patzer. Er verändert den emotionalen Ausgang des Kampfes. Die eine Ecke jubelt. Die andere verkraftet die Niederlage. Dann kippt alles. Selbst wenn die Korrektur schnell erfolgt, hat der Saal das falsche Ende bereits einmal gespürt.

Deshalb ist Buffers öffentliches Statement so wichtig. Er kennt seine Rolle im System. Er liest nicht einfach nur Namen vor. Er ist die letzte Stimme in einer der entscheidendsten Sekunden des Abends. Wenn er sich irrt, wiegt der Fehler schwerer als ein gewöhnlicher Produktionsfehler. Und wenn dieselbe Stimme dann ganz klar sagt: „Das war mein Fehler“, dann hört man zu.

Spannender ist nun die Frage, ob die UFC nach zwei so kurz aufeinanderfolgenden, unschönen Ergebnisverwechslungen die Kontrollen um ihn herum verschärft. Buffers Ruf wird das überstehen. Er ist zu stark und zu gut erarbeitet, als dass er Schaden nehmen könnte. Doch der Sport wirft kein gutes Licht auf ihn, wenn das Ende eines Kampfes instabil wirkt, sobald die Punktrichter ihre Wertung abgegeben haben. Genau das wirft diese Geschichte auf.

Buffer hat diesmal seinen Teil beigetragen. Er hat den Fehler in Seattle eingestanden. Er hat eine klare Trennlinie zwischen diesem Vorfall und UFC 327 gezogen. Und er hat alle daran erinnert, dass selbst nach all den Jahren ein kleiner Fehler im falschen Moment immer noch das gesamte Finish ruinieren kann.

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