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Poirier hinterfragt Chandlers nächsten UFC-Schritt

Dustin Poirier stellt nach Michael Chandlers schwieriger Phase dessen Zukunft und einen möglichen Wechsel ins UFC-Weltergewicht in Frage.

Chandler UFC
Wichtige Punkte

Dustin Poirier stellt nach Michael Chandlers schwieriger Phase dessen Zukunft und einen möglichen Wechsel ins UFC-Weltergewicht in Frage.

Dustin Poirier hat sich kritisch zu Michael Chandlers Zukunft im UFC-Kampf geäußert und hinterfragt, warum sein ehemaliger Leichtgewichtsrivale nach einer so schwierigen Zeit dort weiterkämpfen sollte. In der Sendung „Deep Waters“ sagte Poirier, er sehe keinen Sinn darin, dass Chandler eine weitere Karriere anstrebe, insbesondere wenn diese einen Wechsel vom Leichtgewicht ins Weltergewicht beinhalte. Die Kommentare folgten auf Chandlers jüngsten Rückschlag, der seine ohnehin schon schwierige UFC-Karriere weiter verschärfte und die Diskussion um seine Zukunft neu entfachte.

Poirier stellte klar, dass seine Ansicht nicht auf einer aktiven Fehde beruhe. Die beiden Männer hätten ihren Streit beigelegt und sich die Hand gegeben, sagte er, doch er habe dennoch eine direkte Frage an Chandler: „Michael Chandler, was machst du da?“ Poiriers Sorge galt den Verletzungen, die Chandler im Leichtgewicht erlitten hatte, und den potenziellen Folgen eines Kampfes gegen größere Gegner im Weltergewicht. Chandler habe immer wieder signalisiert, dass er erneut kämpfen wolle, doch Poirier sah darin mehr als nur eine Frage des Wunsches. Seiner Ansicht nach verdienten die körperlichen Belastungen und die jüngsten Ergebnisse genauso viel Aufmerksamkeit wie die Möglichkeit einer weiteren denkwürdigen Leistung.

Michael Chandler To

Poirier stellt einen Wechsel ins Weltergewicht in Frage

Die Möglichkeit eines Gewichtsklassenwechsels von Chandler stand im Mittelpunkt von Poiriers Ausführungen. Poirier sagte, er habe Diskussionen darüber mitbekommen, dass Chandler ins Weltergewicht wechseln könnte, und fragte sich dann, was dieser Schritt bringen würde, wenn Chandler bereits von Leichtgewichtlern gestoppt worden sei und dabei erhebliche Treffer einstecken musste. „Wenn dich die Leichtgewichtler stoppen und du so viel Schaden einstecken musst, was sollen dann die Mittelgewichtler ausrichten?“, fragte Poirier. Sein Argument war eindeutig: Eine neue Gewichtsklasse würde die Risiken, die mit Chandlers aggressivem Kampfstil einhergehen, nicht beseitigen.

Als andere im Panel die Frage nach der Körpergröße hinterfragten, lenkte Poirier das Gespräch auf Chandlers Motivation. „Ich möchte wissen, wofür er kämpft“, sagte er. Diese Frage hatte besonderes Gewicht, da Poirier selbst nach seinem Rücktritt vom Wettkampfsport sprach. Er hatte bereits über die körperlichen Belastungen einer langen Kampfkarriere gesprochen, darunter auch über die Bedenken hinsichtlich Gehirnscans nach Jahren im Sport. Poirier sagte, Kämpfer seien oft die Letzten, die erkennen, wenn ihr Umfeld und die Ergebnisse auf ein Karriereende hindeuten. „Man sagt ja immer, der Kämpfer merkt es als Letzter“, sagte Poirier. „Alle um ihn herum wissen, dass es Zeit ist aufzuhören. Ja, der Kämpfer merkt es als Letzter.“

Eine Warnung vor der Verlockung eines weiteren Zieleinlaufs

Poirier beschrieb auch den Glauben, der einen Kämpfer immer wieder zurückkehren lässt, selbst wenn sich Schnelligkeit, Reaktionsvermögen und Fehlertoleranz verändert haben. Er sagte, die Schlagkraft sei oft die letzte Eigenschaft, die nachlasse, sodass die Kämpfer überzeugt seien, immer noch den einen Treffer landen zu können, der den Kampf beendet. „Das Problem ist, dass die Schlagkraft als Letztes nachlässt, und wir alle denken, wir könnten diesen einen Treffer landen, der den Kampf beendet“, sagte Poirier. „Deshalb kommen die Leute immer wieder zurück. Ich muss nur diesen einen Treffer landen. Es mag langsamer sein, meine Reaktionen mögen langsamer sein, meine Hände mögen langsamer sein, aber ich brauche nur diesen einen Treffer.“ Für Poirier ist es genau diese Denkweise, die einen weiteren Anlauf gefährlich statt beruhigend macht.

  • Poirier sagte, Chandlers jüngste Verletzungen im Leichtgewicht machten einen möglichen Wechsel ins Weltergewicht für ihn schwer nachvollziehbar.
  • Poirier stellte Chandlers Motivation in Frage und sagte, Kämpfer seien oft die Letzten, die akzeptieren, wenn es Zeit ist, in den Ruhestand zu gehen.
Michael Chandler To
Betreff Bestätigte Details aus Poiriers Kommentaren
Michael Krämer Poirier fragte sich, warum Chandler nach einer schwierigen Phase in der UFC weiterkämpfen würde.
Möglicher Wechsel ins Weltergewicht Poirier fragte, was größere Gegner in der 170-Pfund-Klasse tun würden, wenn Leichtgewichte Chandler bereits gestoppt hätten.

Chandlers UFC-Karriere war geprägt von dramatischen Höhenflügen und brutalen Rückschlägen. Er schlug Dan Hooker in seinem Debütkampf K.o. und hätte beinahe den UFC-Titel gegen Charles Oliveira gewonnen. Doch derselbe aggressive Stil führte auch zu schmerzhaften Rückschlägen. Chandler behauptet, er sei „unbesiegbar“ und sein Bestes liege noch vor ihm. Ein möglicher Kampf gegen Conor McGregor ist weiterhin Gegenstand von Spekulationen um seine Zukunft. Poirier plädierte jedoch weder für einen erneuten Kampf gegen etablierte Gegner noch für einen Neuanfang in einer anderen Gewichtsklasse. Seine Botschaft war eine Warnung vor den Konsequenzen eines Weitermachens. Nachdem er bereits einen harten Kampf mit Chandler bestritten hatte, sagte Poirier, er wolle diese Erinnerung lieber bewahren, als seinen alten Rivalen weiterhin einem Sieg hinterherjagen zu sehen, der vielleicht nie eintreten wird.

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