Die Kasse hat bereits ihr Urteil gefällt. Conor McGregor.
Bevor UFC 329 endgültige Antworten auf die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt, der Belastbarkeit oder der Frage, ob die über vierjährige Pause die Kampfkraft beeinträchtigt hat, liefert, hat die Organisation bereits einen historischen Erfolg erzielt. McGregors zweiter Kampf gegen Max Holloway brachte in der T-Mobile Arena in Las Vegas 25 Millionen Dollar an den Kassen ein, wie Dana White am Freitag in der ESPN SportsCenter-Sendung bekannt gab.
Das ist die eigentümliche Faszination dieses Kampfes. Holloway bekommt die Chance, eine Niederlage aus längst vergangenen Zeiten wiedergutzumachen, McGregor kehrt in einen Käfig zurück, der sich ohne ihn weiterentwickelt hat, und die UFC erhält den kommerziellen Beweis, der erklärt, warum die Geduld mit ihrem größten Star selten aufhört.

Der McGregor-Effekt sorgte dafür, dass UFC 329 einen UFC-Zuschauerrekord von 25 Millionen Dollar erzielte.
White hatte bereits am Donnerstag bei der Pressekonferenz angedeutet, dass UFC 329 einen neuen Rekord aufgestellt hatte. Einen Tag später wurde die offizielle Zahl bekanntgegeben: 25 Millionen Dollar an den Kassen – genug, um die 22-Millionen-Dollar-Marke von UFC 306 in der Sphere im Jahr 2025 zu übertreffen. Für eine Promotion, die jahrelang auf neue Stars und neue Spektakel gesetzt hat, läuft der alte Motor immer noch auf Hochtouren, wenn McGregor mit von der Partie ist.
Die sportliche Vergangenheit hinter diesem Erfolg ist weitaus chaotischer. McGregors letzter UFC-Kampf fand 2021 gegen Dustin Poirier statt, als ein Beinbruch ihren dritten Kampf beendete und eine weitere lange Auszeit einleitete. Auch der Kampf gegen Chandler, der als Hauptkampf von UFC 303 geplant war, kam nicht zustande, da McGregor nach einem Zehenbruch im Trainingslager absagen musste. UFC 329 wird also nicht mit den jüngsten Ereignissen beworben. Vielmehr geht es um Erinnerungen, Ruhm, Gefahr und die Möglichkeit, dass eine der lautstärksten Ären des MMA noch ein sehenswertes Finale bereithält.
Der Rückkampf gegen Max Holloway verleiht dem Spektakel eine echte Wettkampfatmosphäre.
Holloway ist wichtig, weil er verhindert, dass dies zu einer reinen Nostalgie-Tournee verkommt. McGregor besiegte ihn 2013, lange bevor Holloway zum prägenden Federgewichtschampion wurde und McGregor die UFC zu einem florierenden Imperium um sich selbst machte. Nach diesem ersten Kampf verliefen ihre Karrieren völlig unterschiedlich: Holloway avancierte zum schlagstarken Kämpfer der leichteren Gewichtsklassen, während McGregor bei UFC 205 den Leichtgewichtstitel von Eddie Alvarez holte und 2017 gegen Floyd Mayweather ins Boxen wechselte. Der Rückkampf ist zum einen deshalb so attraktiv, weil beide Kämpfer bekannt sind, zum anderen aber auch, weil sie nicht mehr dieselben sind wie beim ersten Aufeinandertreffen.
- Bei UFC 329 dreht sich alles um den Rückkampf zwischen McGregor und Holloway.
- Die Veranstaltung findet in der T-Mobile Arena in Las Vegas statt.
- White nannte ESPN eine Einnahmenprognose von 25 Millionen Dollar für die Veranstaltung.
- UFC 306 in der Sphere hielt den bisherigen Firmenrekord bei 22 Millionen Dollar.

Conor McGregors Comeback ist nun mit Vertrags- und Divisionsfragen verbunden.
McGregors letzte Zeit in der UFC war eher von Turbulenzen als von Erfolgen geprägt. Seit seinem Sieg gegen Alvarez 2016 holte er seinen einzigen MMA-Sieg 2020 gegen Donald Cerrone, und die Niederlagen gegen Khabib Nurmagomedov und Poirier veränderten die Wahrnehmung seiner sportlichen Glanzzeit. Genau diese Spannung liegt hinter dem ganzen Kassenerfolg: Die UFC hat zwar einen Publikumsmagneten für UFC 329, doch der Kämpfer muss erst noch beweisen, dass er Kämpfe bestreiten kann, die seinem Namen auch wirklich würdig sind.
White legte McGregors unmittelbare Zukunft klar fest und erklärte, der UFC-Vertrag des Iren umfasse UFC 329 und einen weiteren Kampf. McGregor hatte nach dem Kampf gegen Holloway den Wunsch nach einem weiteren schnellen Einsatz geäußert, wodurch der Kampf am Samstag weniger wie ein eigenständiges Comeback, sondern eher wie ein entscheidender Wendepunkt wirkt. Gewinnt er oder wirkt er auch nur gefährlich, kann die UFC mit Zuversicht ein weiteres hochkarätiges Event anstreben; wirkt er hingegen deutlich gealtert, rückt die Titelrelevanz in den Hintergrund, und es geht mehr darum, einen letzten, noch einmal richtig spannenden Kampf herauszuholen.
| Artikel | Aktuelles Bild |
|---|---|
| Headliner | Conor McGregor gegen Max Holloway in einem zweiten UFC-Treffen |
| Markt | Las Vegas, mit der T-Mobile Arena als Austragungsort der Veranstaltung |
| Gesamttor | 25 Millionen Dollar, laut Whites Auftritt bei ESPN. |
| Rekord bestanden | UFC 306 erzielte in der Sphere einen Umsatz von 22 Millionen US-Dollar. |
| McGregor-Aktivität | Seit dem dritten Kampf der Poirier-Trilogie im Jahr 2021 gab es keinen UFC-Kampf mehr. |
| Vertragsstatus | Zwei UFC-Kämpfe stehen noch aus, darunter der Rückkampf gegen Holloway. |
Auch der breitere Markt wird genau hinschauen, insbesondere nachdem Netflix mit dem Kampfsport-Event Rousey-Carano die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. McGregors Zugkraft ist unbestreitbar, doch UFC 329 muss nun den geschäftlichen Aspekt mit dem sportlichen Erfolg verknüpfen, und die bestätigten Einnahmen belaufen sich auf 25 Millionen Dollar.
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