Abraham Bably ist nicht hier, um Freunde zu finden. Der PFL-Afrika-Schwergewichtsmeister, der für einen Showkampf am 27. Juni in San Diego ins Halbschwergewicht wechselt, hat eine klare und deutliche Theorie über seinen Gegner, den ehemaligen PFL-Turniersieger Rob Wilkinson.
Es ist eine Theorie, die auf Zeitabläufen, Testergebnissen und den sichtbaren Beweisen aus Kampfvideos basiert. Bably betrachtet Wilkinsons Meisterschaftslauf 2022, seine Sperre 2023 wegen eines erhöhten Testosteron-Epitestosteron-Verhältnisses und seine anschließende Niederlage gegen Luke Trainer und zieht eine unmissverständliche Verbindung zwischen den Punkten.
„Das Zeug war nicht mehr dasselbe wie beim letzten Kampf“, sagte Bably, und seine Worte klangen wie eine Mischung aus Analyse und Anschuldigung. Er glaubt, die körperliche Veränderung sei real gewesen, und der anschließende Leistungsabfall sei genauso real. „2022 hat er das Spezial-Doping genommen. Ich glaube, 2023 hat er es auch genommen. Warum hat sich seine Leistung jetzt verändert, sobald er es abgesetzt hat?“

PFL San Diego Stakes
Dieser Kampf markiert einen entscheidenden Wendepunkt für zwei Männer mit völlig unterschiedlichen Karrierewegen. Wilkinson, der Champion der Saison 2022, musste seine Saison 2023 aufgrund eines positiven Dopingtests vorzeitig beenden. Sein Comeback-Kampf im vergangenen November endete mit einer Punktniederlage gegen Trainer. Der Nimbus des ungeschlagenen, dominanten Boxers aus seinem Meisterschaftsjahr ist verblasst.
Bably hingegen bringt den Schwung eines regionalen Titelgewinns und das Selbstvertrauen eines Kämpfers mit, der einen geschwächten Gegner vorfindet. Er sieht dies nicht als Einstieg in die größere PFL-Liga, sondern als feindliche Übernahme. „Kumpel, ich werde ihn bei mir willkommen heißen. Nicht umgekehrt“, erklärte er und wies damit jegliche Vorstellung zurück, er sei der Neuling, der eingeführt werde.
Eine Frage der Haltbarkeit
Bablys Vorhersage ist gewohnt direkt. Er erwartet keinen zähen Kampf, sondern eine vernichtende Niederlage. „Der wird sich nicht einfach ein paar Schläge einstecken und denken, er könnte da noch stehen bleiben“, sagte er. Er stellt Wilkinson, den er als „1,90 Meter großen Mittelgewichtler im Halbschwergewicht“ bezeichnet, seinen eigenen jüngsten Kämpfen gegen massive Schwergewichte gegenüber. Die Schlussfolgerung ist klar: Wilkinson hat noch nie eine solche Kraft gespürt, vor allem nicht nach dem Dopingmissbrauch.
- Der PFL-Afrika-Schwergewichtsmeister Abraham Bably trifft am 27. Juni bei PFL San Diego auf den ehemaligen PFL-Halbschwergewichtsmeister Rob Wilkinson.
- Wilkinson gewann die PFL-Saison 2022, wurde aber aufgrund eines Dopingtests während des Wettkampfs, der erhöhte Testosteron-/Erythrozyten-Verhältnisse ergab, von der Saison 2023 ausgeschlossen.
- Bably stellt offen in Frage, ob Wilkinsons körperliche Leistungsfähigkeit und Kampfform seit der Sperre nachgelassen haben, und verweist dabei auf seine jüngste Niederlage.
- Bably prophezeit einen K.o.-Sieg und erklärt, der Kampf sei „eine Frage davon, wie lange er durchhält, wenn ich ihn treffe“.
Auswirkungen der Aufteilung
Dieser Kampf ist mehr als eine persönliche Fehde. Er ist ein Lackmustest für die gesamte PFL-Hierarchie im Halbschwergewicht. Sollte Bably Wilkinson im Handumdrehen besiegen, würde das seine Behauptungen bestätigen und ihn sofort zu einem Top-Anwärter für die Saison 2024 machen. Gleichzeitig wirft es ernsthafte Fragen nach der Legitimität von Wilkinsons bisherigen Erfolgen und seiner Zukunft auf diesem Niveau auf. Ein Sieg für Wilkinson hingegen wäre eine Wiedergutmachung, eine Möglichkeit, die Schmach der Sperre und der Niederlage gegen Trainer auszulöschen und sich erneut als unangefochtener Champion der Division zu etablieren.
Die Analyse ist simpel: Bably setzt alles auf die Annahme, dass Wilkinson nicht mehr in Bestform ist. Er geht davon aus, dass das „Spezial-Dopingmittel“ der Schlüssel zu Wilkinsons Meisterschaftserfolg war. Sollte er Recht behalten, gelingt ihm ein spektakulärer Sieg gegen einen namhaften Kämpfer, und er startet mit beeindruckender Dynamik in die PFL-Saison. Liegt er falsch, trifft er auf einen immer noch erstklassigen, technisch versierten Ex-Champion, der verzweifelt um seine Karriere kämpft.
| Ereignisdetail | Normen |
|---|---|
| Hauptkampf-Kämpfer | Abraham Bably gegen Rob Wilkinson |
| Event | PFL San Diego |
| Datum | 27. Juni 2024 |
| Gewichtsklasse | Halbschwergewicht |
| Wilkinsons PFL-Status | Meister der Saison 2022 |
| Wilkinsons Sperre | 2023, erhöhtes T/E-Verhältnis |
| Bablys Titel | PFL-Afrika-Schwergewichtsmeister |
Bably beteuert, seine Vorbereitung sei umfassend gewesen und habe sich über zwei Trainingslager in diesem Jahr erstreckt. Sein Fokus liege, so sagt er, nicht auf einem schnellen Sieg in der ersten Runde, sondern darauf, für einen langen, harten Kampf bereit zu sein. Doch seine gesamte Rhetorik deutet auf ein frühes, brutales Ende hin. Er könne es kaum erwarten, sagt er, den Schmerz und die Leidenschaft, die er für diesen Kampf empfinde, endlich loszuwerden. Am 27. Juni werden wir sehen, ob diese Befreiung auf Kosten eines Mannes geht, der seiner Meinung nach nicht mehr derselbe Kämpfer ist, den er einst bewunderte.
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