Nate Diaz bereitet sich auf seinen Kampf gegen Mike Perry vor, doch Charles Oliveira wurde irgendwie in die Diskussion hineingezogen. Diaz missfiel es, dass Oliveira seinen Namen ignorierte und sich dann Conor McGregor zuwandte. Für Diaz geht diese Rechnung nicht auf.
Diaz war einem Kampf gegen Oliveira gegenüber aufgeschlossen, da er ihn als genau den richtigen Gegner ansieht. Ehemaliger UFC-Champion, gefährlicher Grappler, aktueller BMF-Titelträger, immer noch aktiv und relevant. Das ist die Art von Kampf, die Diaz respektiert. Als Oliveira erklärte, er konzentriere sich stattdessen auf den Kampf um den Leichtgewichtstitel, schenkte Diaz dem zunächst keine große Beachtung.
Das Problem entstand, als Oliveira dann Interesse an McGregor zeigte. Diaz empfand das als Widerspruch und reagierte, wie er es üblicherweise tut, wenn ihm etwas unehrlich vorkommt: direkt, lautstark und ohne viel Feingefühl. Er forderte Oliveira heraus und machte deutlich, dass er nicht nachvollziehen könne, warum dieser einen Kampf gegen einen erfahrenen Gegner ablehne, um einen anderen anzustreben, der seiner Ansicht nach aktuell weniger sportlich sinnvoll sei.

Dies ist keine offizielle UFC-Ansetzung. Diaz ist nicht für einen Kampf gegen Oliveira angesetzt, und McGregor hat noch immer keinen bestätigten Gegner für sein UFC-Comeback. Die Diskussion ist jedoch brisant, da alle drei Namen in derselben seltsamen Nische des Sports angesiedelt sind: lukrative Veteranenkämpfe, bei denen es nicht immer um die Rangliste geht, die aber dennoch Bedeutung haben, weil die Fans mitfiebern.
Oliveira will McGregor
Oliveiras Argumentation ist ebenfalls nachvollziehbar. McGregor ist auch nach Jahren ohne Käfigzugehörigkeit immer noch der größte kommerzielle Name im MMA. Jeder Kämpfer im Leichtgewicht würde ihm zuhören, sollte es zu diesem Kampf kommen. Er bringt Geld, Aufmerksamkeit und eine Bühne, die kaum ein anderes Duell bieten kann.
- Nate Diaz kritisierte Charles Oliveira dafür, dass dieser Interesse an Conor McGregor zeigte, nachdem er Diaz abgewiesen hatte.
- Oliveira hatte erklärt, er konzentriere sich auf den Kampf um den Leichtgewichtstitel.
- Diaz bereitet sich auf ihren Kampf gegen Mike Perry im Rahmen der Veranstaltung Rousey vs. Carano vor.
- McGregor hat noch immer keinen offiziell bestätigten Gegner für sein Comeback in der UFC.
Diaz sieht die Sache anders. Er betrachtet McGregor derzeit nicht als den ernstzunehmenderen Gegner. McGregor hat seit 2021 keinen MMA-Kampf mehr bestritten, während Diaz diese Woche aktiv ist und weiterhin auf Kämpfe drängt, die sich für ihn realistisch anfühlen. Diaz hat außerdem bereits erklärt, dass er nicht für die Comeback-Story eines anderen instrumentalisiert werden möchte, was die Situation um Oliveira für ihn umso ärgerlicher macht.

Nate Diaz' nächster Kampf
| Kämpfer | Aktuelle Situation | Kernpunkt |
|---|---|---|
| Nate Diaz | Trifft diese Woche auf Mike Perry. | Er will bedeutungsvolle Kämpfe, nicht nur Comeback-Geschichten. |
| Karl Oliveira | Bezug zum Gespräch über McGregor | Er wies Diaz ab, zeigte aber Interesse an einem lukrativeren Kampf. |
| Conor McGregor | Noch kein offizieller UFC-Rückkehrkampf bestätigt | Bringt immer noch namhafte Persönlichkeiten ins Gespräch. |
Diaz ließ sich im normalen Kampfgeschehen schon immer schwer einordnen. Er jagt nicht nach einem sauberen Titel. Er versucht nicht, wie ein abgeklärter Herausforderer zu wirken. Er will Gegner, die für ihn Sinn ergeben, und wenn ihm die Geschäftspraktiken eines Kampfes komisch vorkommen, sagt er das auch.
Deshalb wirkt Oliveiras Reaktion so typisch für Diaz. Er argumentiert nicht anhand einer Rangliste, sondern nach seiner eigenen Kampflogik. Oliveira ist aktiv, gefährlich und respektiert. Diaz sucht genau diese Art von Herausforderung. Wenn Oliveira ablehnt, weil er den Gürtel will, kann Diaz damit leben. Wenn Oliveira aber ablehnt und dann McGregor ins Visier nimmt, hört Diaz etwas anderes heraus.
Der Schatten McGregors liegt noch immer über allem. Diaz und McGregor werden immer miteinander verbunden sein, da ihre ersten beiden Kämpfe in die moderne UFC-Geschichte eingegangen sind. Oliveira will gegen McGregor kämpfen, weil fast jeder namhafte Leichtgewichtler gegen McGregor antreten möchte. Diaz will gegen Oliveira kämpfen, weil er glaubt, dass dies aktuell der bessere Kampf wäre. All das kann gleichzeitig zutreffen.
Mike Perry kommt an erster Stelle
Das Witzige daran ist, dass Diaz erst einmal seinen eigenen Kampf bestreiten muss, bevor aus all dem mehr als nur Gerede wird. Mike Perry ist kein ruhiger Gegner. Er ist körperbetont, zäh, auf seine Art lautstark und fühlt sich auch in ungewöhnlichen Kämpfen wohl. Verliert Diaz, verliert die Oliveira-Diskussion an Brisanz. Gewinnt Diaz hingegen, kann er die Gegner, die ihm wirklich wichtig sind, weiter pushen.
Perry stellt Diaz vor eine ganz andere Herausforderung. Es ist nicht das knifflige Grappling-Rätsel um Oliveira oder das Drama der McGregor-Trilogie. Es ist ein harter, zäher Kampf gegen jemanden, der Diaz von Beginn an unter Druck setzen wird. Sollte der Abend schlecht verlaufen, können solche Gegner die Zukunftspläne schnell in weite Ferne rücken lassen.
Diaz hat vorerst das getan, was er oft am besten kann. Er hat eine kleine Lücke in der MMA-Diskussion genutzt und daraus ein viel diskutiertes Thema gemacht. Oliveira wird vielleicht nicht reagieren. McGregor könnte sich noch für einen anderen Weg entscheiden. Die UFC hat möglicherweise überhaupt kein Interesse an einem Kampf zwischen Diaz und Oliveira.
Doch Diaz hat die Frage klar aufgeworfen. Wenn Oliveira bereit ist, McGregor zu jagen, warum verdiente Diaz dann nicht dieselbe Aufmerksamkeit?
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