Wenn der Mann, der noch nie einen Kampf verloren hat, sagt, er tippe auf Deutschland als Weltmeister, dann sollte man genau hinhören. Khabib NurmagomedowDer ehemalige UFC-Leichtgewichtschampion war noch nie jemand, der mit dem Strom schwimmt – weder im Käfig noch außerhalb. Umso überraschender war es, als er sich mit dem russischen Medium Okko Sport zusammensetzte und den siebtplatzierten Favoriten auf den Titelgewinn auswählte.
Die dagestanische Legende gibt nicht einfach nur Prognosen ab. Er lebt danach. Und seine Begründung diesmal? Deutschlands dominanter 7:1-Sieg gegen Curaçao im Auftaktspiel der Gruppenphase. Dieses Ergebnis, der höchste Sieg der ersten Turnierrunde, überzeugte ihn, dass die viermaligen Weltmeister bereit sind, ihren Ruhm zurückzuerobern. Nurmagomedov, ein lebenslanger Fußballfan, der einst von einer Profikarriere träumte, bevor er sich dem MMA zuwandte, wurde in den letzten Jahren bei großen Spielen gesichtet. Sein Gespür für den Sport ist kein bloßes Interesse. Khabib, der einst seinen Fußballtraum gegen ein Leben im Grappling eintauschte, weiß, was es heißt, an sich selbst zu glauben, wenn die Welt einen abschreibt.
Nurmagomedov gab sich damit nicht zufrieden. Er setzte die Niederlande auf Platz zwei und Spanien auf Platz drei und ließ dabei die aktuellen Schwergewichte wie Argentinien, Brasilien, England, Frankreich und Portugal hinter sich. Eine gewagte Einschätzung von einem Mann, der seine Karriere darauf aufgebaut hat, Kritiker Lügen zu strafen. Doch er betont, dass es ihm nicht um Fanliebe gehe, sondern um das, was er auf dem Spielfeld sehe.
Khabibs WM-2026-Prognose
Die Weltmeisterschaft 2026 steht noch am Anfang, doch die Favoritenliste liest sich wie das Who-is-Who des internationalen Fußballs. Argentinien will den Titel verteidigen, Brasilien träumt von Wiedergutmachung und England hofft, nach 60 Jahren endlich wieder ganz oben mitzuspielen. Frankreichs Kader ist hochkarätig besetzt, Spanien ist der amtierende Europameister und Portugal hat mit Cristiano Ronaldo immer noch einen der Topstars in seinen Reihen. Doch Nurmagomedov sieht etwas, das anderen entgeht.
„Wer wird die Weltmeisterschaft gewinnen? Deutschland“, sagte er. Er betonte, dass er sie nicht persönlich unterstütze – er glaube einfach, dass sie die Nase vorn hätten. Die pure Pragmatik dieser Wahl ist typisch Khabib: kühl, berechnend und ohne jegliche Sentimentalität. UFC-Präsident Dana White gab 2021 bekanntlich zu, dass er „Fußball hasst“, daher ist von ihm kein Meinungsaustausch zu erwarten.

Jenseits des schönen Spiels
Während die Fußballwelt über seine Vorhersage diskutiert, wird sich Nurmagomedovs Aufmerksamkeit bald wieder dem Käfig zuwenden. Sein Schützling, Islam MachatschewMakhachev, der aktuell den UFC-Weltergewichtstitel hält, wird diesen gegen den ungeschlagenen irischen Herausforderer Ian Machado Garry verteidigen. Der Kampf ist der Hauptkampf von UFC 330 am 15. August in Philadelphia. Es ist Makhachevs erste Titelverteidigung im Weltergewicht (170 kg), nachdem er vom Leichtgewicht aufgestiegen ist – ein Schritt, der Khabibs Strategie, sich in verschiedenen Gewichtsklassen durchzusetzen, ähnelt. Unter Khabibs Leitung als Cheftrainer arbeitet das Team des Dagestaners mit höchster Intensität.
- Khabib Nurmagomedov sagt voraus, dass Deutschland die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 gewinnen wird.
- Deutschland feierte im ersten Gruppenspiel einen 7:1-Sieg gegen Curaçao.
- Die sechs Top-Favoriten vor Turnierbeginn sind Argentinien, Brasilien, England, Frankreich, Spanien und Portugal.
- Islam Makhachev verteidigt seinen UFC-Weltergewichtstitel gegen Ian Machado Garry bei UFC 330 am 15. August in Philadelphia.
Was dies für die MMA-Landschaft bedeutet
Khabibs WM-Tipp ist typisch: Er verkörpert die Underdog-Geschichte, weil er sie selbst erlebt hat. Deutschland, von vielen abgeschrieben, spiegelt seinen eigenen Werdegang wider – erst als er den Titel um die Hüften trug, wurde er gewürdigt. Doch jenseits der Fußball-Sprüche richtet sich sein Fokus auf die nächste Generation. Makhachevs Regentschaft im Weltergewicht hat gerade erst begonnen, und mit Khabib an seiner Seite ist der Druck enorm. Garry, ungeschlagen mit 15-0, stellt mit seiner Reichweite und seinen präzisen Schlägen eine besondere Herausforderung dar. Wenn Makhachev im Weltergewicht genauso dominieren kann wie im Leichtgewicht, wird die Dynastie der Dagestaner weiter ausgebaut. Die Leichtgewichtsklasse, nun ohne Khabib, spürt noch immer seinen Schatten – doch Makhachev trägt die Fackel mit ähnlicher Gelassenheit weiter.
Nurmagomedovs Prognose verrät uns auch etwas über seine Denkweise. Er legt mehr Wert auf Form und Ergebnisse als auf seinen Ruf. Deutschlands deutlicher Sieg gegen Curaçao war ein Ausrufezeichen, und er nahm es ernst. Derselbe analytische Blick hilft ihm, Kämpfe für seine Athleten zu analysieren. Man kann davon ausgehen, dass er in Philadelphia am Ring sitzen wird, aber im Moment genießt er die Weltmeisterschaft als Fan, der den Quoten nicht traut.
| Team / Kämpfer | Funktion / Rolle (Role) * | Hauptfakt |
|---|---|---|
| Khabib Nurmagomedow | Ehemaliger UFC-Leichtgewichtschampion | Prognostiziert Deutschland als Weltmeister 2026 |
| Deutschland | Khabibs Top-Auswahl | Curaçao in der Gruppenphase mit 7:1 besiegt |
| Niederlande | Khabibs zweite Wahl | Von Nurmagomedov zum Zweitplatzierten gewählt. |
| Spanien | Khabibs dritte Wahl | Amtierende Europameister |
| Islam Machatschew | UFC-Weltmeister im Weltergewicht | Verteidigt den Titel gegen Garry bei UFC 330 |
| Ian Machado Garry | Herausforderer | Unbesiegt mit 15:0 |
Islam Makhachev trifft am 15. August in Philadelphia auf Ian Machado Garry und kämpft um den UFC-Weltergewichtstitel. Dieser Kampf könnte darüber entscheiden, ob der Dagestaner seine Dominanz auf eine zweite Gewichtsklasse ausweitet – oder ob der Ire zum neuen Star aufsteigt. So oder so wird Khabib das Geschehen beobachten und seinen nächsten Schritt planen.
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