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Jan Blachowicz UFC 328

Jan Blachovich

Jan Blachowicz fällt bei UFC 328 aus, nachdem er sich im Training einen Meniskusriss zugezogen hat. Dieser Rückschlag bedeutet das Aus für seinen geplanten Rückkampf gegen Bogdan Guskov und trifft einen der wichtigsten Kämpfe der Veranstaltung in Newark weniger als drei Wochen vor dem Event.

Der ehemalige UFC-Halbschwergewichtschampion bestätigte die Nachricht selbst, nachdem er sich beim Sparring verletzt hatte. Laut seiner Aussage ereignete sich die Verletzung in der letzten Runde einer Trainingseinheit und beendete damit einen der wichtigsten Kämpfe seiner Karriere vorzeitig. Der Rückkampf gegen Guskov war für beide Kämpfer nach dem Unentschieden im ersten Aufeinandertreffen von großer Bedeutung und zählte neben den Titelkämpfen zu den aussichtsreichsten Begegnungen bei UFC 328.

Jan Blachovich

Herausgenommen mit gerissenem Meniskus

Für Blachowicz kommt der Zeitpunkt ungünstig. Nach dem Unentschieden gegen Guskov, das eine offene Rechnung hinterließ, hatte er auf einen klaren Sieg gehofft. Ein zweiter Kampf hätte ihm die Chance geboten, diese Angelegenheit direkt zu klären und sich wieder in die dynamische Halbschwergewichtsklasse einzumischen. Stattdessen muss er nun erneut eine Unterbrechung seiner Karriere verkraften, die bereits durch Verletzungen in entscheidenden Momenten gebremst wurde.

Die Verletzung verändert auch die unmittelbare Situation für Bogdan Guskov. Er stand kurz vor einem Rückkampf gegen einen ehemaligen Champion – ein Kampf, der einen Herausforderer deutlich schneller voranbringen kann als ein weiterer Kampf gegen einen weniger bekannten Gegner. Guskov hatte bereits im ersten Aufeinandertreffen gezeigt, dass er sich in einem harten, körperbetonten Kampf behaupten kann, und der Rückkampf bot ihm die Chance auf ein eindeutigeres Ausrufezeichen. Nun muss die UFC entscheiden, ob sie einen Ersatz für ihn findet, seinen Kampf auf einen anderen Termin verschiebt oder ihn ganz von der Fightcard streicht.

Der erste Kampf machte den Rückkampf leicht nachvollziehbar. Es gab keinen Grund, etwas daran zu konstruieren. Das Unentschieden ließ für beide Kämpfer eine offene Frage offen, und der Rückkampf war von vornherein brisant, da keiner der beiden den Kampf wirklich entschieden hatte. Blachowicz besaß immer noch den Namen und die Erfahrung eines ehemaligen Titelträgers. Guskov hingegen stand unter dem Druck eines jüngeren Kämpfers, der nach dem knappen ersten Ergebnis einen größeren Schritt nach vorn machen wollte. Es war die Art von Halbschwergewichtskampf, die sich perfekt in die Mitte einer hochkarätig besetzten Veranstaltung einfügte.

Dieser Kampf fällt nun aus, und der Verlust wiegt schwer, da UFC 328 ohnehin schon als hochkarätig besetzte Veranstaltung geplant war. Wenn ein ehemaliger Champion kurzfristig absagt, fehlt nicht nur ein bekannter Name. Es verändert den gesamten Ablauf des Events. Ein Rematch mit echter Bedeutung für die Division fällt weg, und die UFC hat weniger Zeit, diese Lücke mit einem gleichwertigen Kampf zu füllen.

Blachowicz machte deutlich, dass seine Frustration berechtigt ist. Er sagte, er sei wütend über den Zeitpunkt, wütend über die Verletzung und denke bereits an seine Genesung. Er stellte außerdem klar, dass er dies nicht als das Ende seiner Karriere betrachtet. Diese Aussage passt zu seinem bisherigen Karriereverlauf. Selbst wenn Ergebnisse und Verletzungen ihn zurückwarfen, fand er immer wieder den Weg zurück in ernstzunehmende Kämpfe. Mit 43 Jahren wiegt jede Verzögerung schwerer als früher, doch er bezeichnete diese nicht als endgültiges Ende seiner Karriere.

Die Halbschwergewichtsklasse ist gleichzeitig umkämpfter und instabiler geworden. Carlos Ulberg ist nun Champion, die Titelsituation ist noch nicht endgültig geklärt, und die Boxer unterhalb der Spitze versuchen alle, sich eine klarere Position zu verschaffen. Ein Sieg über Guskov hätte Blachowicz geholfen, innerhalb dieser Bewegung relevant zu bleiben. Eine Niederlage hätte andere Fragen aufgeworfen. Da der Kampf abgesagt wurde, herrscht bei beiden Boxern nun Unklarheit.

Für die UFC ist der nächste Schritt entscheidend. Guskov ist jetzt der Name, den man im Auge behalten sollte, denn die Organisation muss schnell entscheiden, ob er am 9. Mai im Programm bleibt. Findet die UFC den passenden Ersatz, behält sie einen gefährlichen Halbschwergewichtler bei einem der größten Events des Frühjahrs. Andernfalls fällt ein wichtiger Kampf in der Division komplett aus, und beide Kämpfer müssen auf die nächste Gelegenheit warten.

Für Blachowicz ist der Fokus momentan einfacher: Operation, Genesung und ein weiterer Versuch, zurückzukehren. Der Rückkampf gegen Guskov sollte ein Kapitel abschließen und ein neues aufschlagen. Stattdessen ist er zu einem weiteren Wendepunkt in einer Karriere geworden, die selten geradlinig verlief.

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