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Mark Hunt bricht sein Schweigen

Lorenzo Hunt UFC

Mark Hunt hat sich zum ersten Mal seit seiner Verhaftung in Sydney öffentlich geäußert, und der ehemalige UFC-Schwergewichtler sagt, dass die Geschichte, die über ihn erzählt wird, nicht die ganze Wahrheit sei.

In einem nach seiner Festnahme veröffentlichten Video bestritt Hunt, seine Partnerin verletzt zu haben, und erklärte, die Situation sei aus einem heftigen Streit entstanden, der niemals hätte eskalieren dürfen. Er leugnete nicht, dass es zu einer Auseinandersetzung gekommen war. Er versuchte auch nicht, so zu tun, als sei nichts geschehen. Doch er wehrte sich vehement gegen den Vorwurf der körperlichen Gewalt und sagte unmissverständlich, er habe „niemanden verletzt“. Er beharrte darauf, dass private Nachrichten und Teile eines persönlichen Streits nun so verwendet würden, dass sie die wahren Geschehnisse nicht vollständig widerspiegelten.

Dem Bericht zufolge wurde Hunt am 15. April festgenommen und wegen Stalking bzw. Bedrohung mit der Absicht, körperlichen Schaden zuzufügen, angeklagt. Ein Detail des Falls dreht sich um eine bedrohliche SMS an seine Partnerin. In seiner Antwort versuchte Hunt nicht, den Streit als Kleinigkeit oder harmlos darzustellen. Er gab zu, dass er unschön gewesen war. Er bestritt jedoch die Darstellung, er habe jemanden körperlich angegriffen. Das sei nicht geschehen. Er sagte außerdem, der Streit sei aufgezeichnet und in ein Gerichtsverfahren hineingezogen worden, was seiner Meinung nach eindeutig eine Grenze überschritten habe.

Für einen Kämpfer wie Hunt bleiben solche Geschichten nicht lange geheim. Sein Name hat bei MMA-Fans immer noch Gewicht, besonders bei denen, die sich an die Jahre erinnern, als er sich zu einem der gefürchtetsten Puncher des Sports entwickelte und zu einem der wenigen Schwergewichtler gehörte, die das Publikum schon vor dem ersten Schlag zum Toben brachten. Auch deshalb verbreitete sich die Geschichte so schnell. Hunt ist zwar schon seit Jahren nicht mehr in der UFC, aber sein Name ist immer noch in aller Munde. Sobald rechtliche Probleme auftauchen, geht die Reaktion weit über Australien hinaus und erfasst die gesamte Kampfsportwelt.

Brock Lesnar

Ehemaliger UFC-Schwergewichtler äußert sich nach seiner Verhaftung

Hunt brachte den Stress in seinem Privatleben auch mit dem langwierigen Rechtsstreit mit der UFC um seinen Kampf gegen Brock Lesnar im Jahr 2016 in Verbindung. Er sagte, dieser Streit sei eine ständige Quelle der Frustration zu Hause und habe seine Beziehung über lange Zeit belastet. Das erklärt den aktuellen Fall nicht und mindert auch nicht die Schwere der Anschuldigungen. Es zeigt aber, woher Hunt einen Teil der Spannungen sah, bevor die Situation eskalierte.

Der Bericht enthielt noch ein weiteres wichtiges Detail. Hunts Anwalt erklärte, sein Mandant erwäge ein Schuldbekenntnis wegen Stalkings, argumentierte aber gleichzeitig, ein solches Geständnis sei nicht gleichbedeutend mit dem Eingeständnis häuslicher Gewalt. Das bringt den Fall in eine schwierige Lage. Hunt bestreitet öffentlich jegliche körperliche Gewalt, während das Gerichtsverfahren noch läuft und die Anklagepunkte weiterhin schwerwiegend formuliert sind. Genau diese Diskrepanz ist der Grund, warum die Geschichte nicht so schnell in Vergessenheit geraten wird.

Hunts Video wirkte weder professionell noch sorgfältig inszeniert. Es klang nach einem Mann, der wütend darüber war, wie sein Privatleben in der Öffentlichkeit ausgebreitet wurde und dass alte Nachrichten und sein persönliches Chaos nun der ganzen Welt präsentiert wurden. Er sagte, man solle Menschen nicht für immer auf ihre schlimmsten Momente reduzieren und warnte davor, Worte aus dem Kontext zu reißen, insbesondere in emotional aufgeheizten Situationen. Ob diese Verteidigung vor Gericht Bestand hat, ist eine andere Frage. Vorerst ist es einfach seine Version der Geschichte, direkt und ohne viel Versuch, die Angelegenheit zu beschönigen.

Der Rechtsstreit wird über das weitere Vorgehen entscheiden. Mark Hunt hat seine Position jedoch bereits klar dargelegt. Er räumt einen heftigen Streit ein, bestreitet aber, jemanden körperlich verletzt zu haben. Er wehrt sich gegen das Bild, das sich um seine Verhaftung herum gebildet hat, bevor er sich selbst äußern konnte.

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