Conor McGregor brauchte keine Kampfankündigung, um sich wieder ins Gespräch über die UFC zu bringen. Nachdem die jüngste Pressekonferenz der UFC im Weißen Haus erneut eine Welle von Clips, Face-Offs und lauten Momenten ausgelöst hatte, meldete sich McGregor von außen zu Wort und verspottete das, was er als „Abklatsch“ seines eigenen Stils ansah.
Das ist für McGregor nichts Neues. Seit über einem Jahrzehnt beobachtet er, wie jüngere Kämpfer sich Elemente der Show aneignen, die er im MMA-Sport mitgeprägt hat: das Gerede, die theatralischen Blicke, die eleganten Anzüge, die spontanen Sprüche, das Gefühl, dass eine Pressekonferenz Teil des Kampfes selbst werden kann. McGregor sieht all das und glaubt dennoch, dass der Großteil davon auf ihn zurückzuführen ist.
Der Zeitpunkt verstärkte die Reaktionen. Das UFC-Weiße Haus steht ohnehin schon unter großer Aufmerksamkeit, auch ohne McGregor. Ilia Topuria, Justin Gaethje, Alex Pereira und Ciryl Gane sind alle Teil der Fightcard, und die Veranstaltung wurde als einer der größten Marketing-Coups der UFC-Geschichte beworben. McGregor ist zwar nicht offiziell eingeplant, doch sein Name ist in fast allen wichtigen UFC-Diskussionen präsent, da die Fans gespannt darauf warten, ob sein Comeback endlich Realität wird.

Sein Kommentar wirkt, weil er keiner langen Erklärung bedarf. McGregor beobachtete die Szene, sah, wie die Kämpfer um das Mikrofon rangen, und erinnerte alle daran, dass genau dieses Chaos einst seine größte Stärke war. Ob man diese Selbstsicherheit nun bewundert oder sie anstrengend findet – sie erregt schnell Aufmerksamkeit.
McGregor-Comeback-Gespräche
Entscheidend ist, was McGregor nicht gesagt hat. Er bestätigte weder einen UFC-Kampf im Weißen Haus noch nannte er einen Gegner. Auch die Aussage, dass ein Vertrag unterzeichnet sei, blieb unbeantwortet. Jegliche Spekulationen über seine Rückkehr sind daher weiterhin mit Vorsicht zu genießen, insbesondere da auch Max Holloway erklärte, es gäbe noch keine Unterzeichnung für ihren angeblich geplanten Rückkampf bei UFC 329.
- Conor McGregor reagierte auf die jüngste Pressekonferenz der UFC im Weißen Haus.
- Er spottete über das, was er als Nachahmer seines Werbestils durch die Kämpfer ansah.
- Ein Comeback-Kampf für McGregor in der UFC wurde noch immer nicht bestätigt.
- Sein Name wird weiterhin mit Gerüchten um UFC 329 in Verbindung gebracht, insbesondere im Zusammenhang mit Max Holloway.
Dieser letzte Punkt ist der Grund, warum die Geschichte weiterhin spannend bleibt. McGregor kann nur eine einzige Aussage veröffentlichen, und schon ist die Diskussion um sein UFC-Comeback wieder in vollem Gange. Das heißt zwar nicht, dass irgendetwas offiziell ist, aber es zeigt, welchen Einfluss er immer noch hat. Er hat seit 2021 nicht mehr gekämpft, doch eine seiner Reaktionen kann genauso viel Gewicht haben wie die von aktiven Champions, Titelkämpfen und der Vermarktung großer Events.

McGregor und das Weiße Haus der UFC
| Topic | Status | Was es bedeutet |
|---|---|---|
| Conor McGregor | Noch kein offizieller Rückkampf bestätigt | Er erregt immer noch Aufmerksamkeit, wenn er auf UFC-Neuigkeiten reagiert. |
| UFC Weißes Haus | Wichtiges Ereignis am 14. Juni | Es gibt bereits Titelkämpfe und eine intensive Werbekampagne. |
| UFC 329 Gerüchte | McGregor gegen Holloway noch nicht unterschrieben | Bleibt einer der größten möglichen Sommerkämpfe |
Die UFC spürt immer noch den McGregor-Effekt.
Das Merkwürdige an McGregors aktueller Stellung im MMA ist, dass er selbst abseits des Käfigs präsent sein kann. Das UFC-Hauptquartier ist nicht auf ihn ausgerichtet, doch seine Reaktionen werden sofort Teil des allgemeinen Geschehens rund um die Organisation. Das ist der McGregor-Effekt, auch heute noch.
Für aktive Kämpfer kann das ärgerlich sein. Champions und Herausforderer leisten harte Arbeit, halten das Gewicht, gehen Risiken ein und stellen ihre Kampfabende zusammen. McGregor kann zwar immer noch mit einem kurzen Kommentar Aufmerksamkeit erregen. Aber das ist auch die Realität, die er selbst geschaffen hat. Er hat die Art und Weise, wie die UFC-Werbung kommuniziert, verändert und beobachtet nun, wie alle anderen in dem von ihm mitgestalteten Bereich agieren.
Auch für McGregor besteht ein Risiko. Je länger er außerhalb des Käfigs bleibt, desto mehr wirft jede Reaktion dieselbe Frage auf: Wann kämpft er endlich wieder? Andere Kämpfer zu verspotten ist einfach. Nach Jahren der Pause gegen einen ernstzunehmenden Gegner zurückzukehren, ist es nicht. Sollte der Kampf gegen Holloway tatsächlich stattfinden, würde McGregor kein sanftes Comeback feiern. Holloway ist aktiv, ausdauernd, erfahren und über fünf Runden immer noch gefährlich.
Die Holloway-Gerüchte bleiben am Leben
Max Holloway hat bereits deutlich gemacht, dass er sich einen Rückkampf gegen McGregor wünscht, aber auch betont, dass noch kein Vertrag existiert. Damit bleibt die Sache im Bereich der Gerüchte und nicht im Bereich einer offiziellen Kampfankündigung. McGregors jüngste Reaktion ändert daran nichts. Sie heizt die Gerüchte um seine Person nur weiter an, während die UFC über das weitere Vorgehen berät.
Sollte die UFC McGregor für UFC 329 buchen, wird jede seiner Äußerungen Teil der Vorbereitungskampagne. Sollte dies nicht der Fall sein, wird die Reaktion erneut beweisen, dass McGregor auch ohne Kampf im Octagon die Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann. So oder so, er weiß, wie er im Zentrum des Geschehens bleibt.
Bislang ist nur eine Geschichte bestätigt: McGregor beobachtete das Spektakel im Weißen Haus, sah Kämpfer, die versuchten, ihre eigenen großen Momente zu kreieren, und lachte über die Nachahmung. Die Frage nach einem Comeback ist noch offen. Die Einflussfrage hingegen, zumindest in seinen Augen, ist geklärt.
Kampfgerede
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