Charles Johnson sorgte bei UFC 330 für eines der ungewöhnlichsten Finishes, indem er Eduardo Chapolin in der dritten Runde nach 1:36 Minuten mit einem Scottish Twister zur Aufgabe zwang. Der Sieg war jedoch kein Selbstläufer. Johnson ging in der zweiten Runde nach einem harten Schlag zu Boden, überstand diese brenzlige Situation und kehrte zur letzten Runde erholt zurück, bevor er einen Bodenkampf mit einem seltenen Submission-Sieg beendete. Dieser Erfolg bescherte Johnson nach einem schwierigen Moment eine spektakuläre Antwort und krönte einen Kampf, für den Chapolin kurzfristig angereist war.
Chapolin sprang ein, nachdem José Ochoa in der Kampfwoche abgesagt hatte, und stellte den Brasilianer mit nur wenigen Tagen Vorlaufzeit vor eine anspruchsvolle Aufgabe. Trotzdem gelang ihm in der zweiten Runde ein entscheidender Wendepunkt, als er Johnson mit einem harten Schlag zu Boden brachte. Diese Sequenz ist zentral für den Ausgang des Kampfes: Johnson hatte nicht einfach jede Phase des Kampfes kontrolliert, bevor er eine Lücke fand. Er musste sich erholen, neu positionieren und in der dritten Runde eine klare taktische Änderung vornehmen. Als der Kampf wieder am Boden stattfand, fand Johnson die benötigte Position und setzte den Submission-Griff an, anstatt Chapolin freie Bahn zu lassen.

Johnson erholte sich, bevor er seine Lücke fand.
Der Kampf endete offiziell nach 1:36 Minuten in Runde 3, als Johnson den Scottish Twister zur Aufgabe zwang. Twister gelten im UFC-Kampf als selten, und Johnsons Scottish Twister bescherte dem Kampf ein besonders markantes Ende. Laut Quellen versuchte Chapolin während des Gerangels, sich aus der Position zu befreien, doch Johnson erkannte die Lücke und setzte den Griff an. Johnsons Kommentare nach dem Kampf stellten die Sequenz als vorbereitete Falle und nicht als zufälliges Gerangel dar. „Das ist mein Ding“, sagte er im Fernsehen und fügte hinzu: „Ich habe hart trainiert. Wir haben uns den Arsch aufgerissen. Ich habe ihm quasi das Gefühl gegeben, er könnte sich drehen, und da hatte ich die Oberhand.“
Diese Erklärung gibt dem Kampfende zusätzlichen Kontext. Johnson sagte, er habe Chapolin glauben lassen, er könne sich in den freien Raum drehen, und diese Reaktion dann eiskalt ausgenutzt. Der Niederschlag in Runde 2 und der Submission-Sieg in Runde 3 erzählen somit zwei unterschiedliche Geschichten desselben Kampfes: Chapolin erlebte einen wichtigen Moment, nachdem er den Kampf kurzfristig angenommen hatte, während Johnson die nötige Ruhe bewies, um den Niederschlag zu überstehen und mit einer gezielten Grappling-Technik zurückzukommen. Für die Zuschauer der Wiederholung ist nicht nur der seltene Haltegriff am Ende des Kampfes entscheidend, sondern auch Johnsons Beschreibung der Bewegung, die dazu führte, als etwas, das er und sein Team intensiv trainiert hatten.
Mit diesem Sieg wurde Johnsons Rückschlag im Juni wettgemacht.
Der Sieg bei UFC 330 ermöglichte Charles Johnson die Wiedergutmachung für seine Niederlage gegen Asu Almabayev im Juni. Mit 35 Jahren steht Johnson nun bei 3 Siegen und 2 Niederlagen in seinen letzten fünf Kämpfen. Zu seinen jüngsten Erfolgen zählen auch Siege gegen Joshua Van und Lone'er Kavanagh. Laut einer Quelle ist Van nach einem hitzigen Streit mit Alexandre Pantoja auf der Pressekonferenz von UFC 331 nun im Gespräch um den Titel, was Johnsons früheren Sieg zwar in ein anderes Licht rückt, aber die unmittelbare Bedeutung von UFC 330 nicht schmälert. Johnson verließ die Veranstaltung mit einem bestätigten Sieg, einem ungewöhnlichen Submission-Sieg und einer Leistung, die er Allan Nascimento widmete, dem UFC-Fliegengewichtler, der Anfang August an einem Herzinfarkt verstarb.
- Chapolin sprang kurzfristig für den Kampf ein, nachdem Jose Ochoa während der Kampfwoche abgesagt hatte, und schlug Johnson dann in Runde 2 mit einem harten Schlag nieder.
- Johnson erholte sich von diesem Schreckmoment und besiegte Chapolin mit einem Scottish Twister nach 1:36 Minuten in der dritten Runde.

| Kampfmoment | Bestätigte Details |
|---|---|
| Runde 2: | Chapolin traf Johnson mit einem harten Schlag und schickte ihn zu Boden. |
| Runde 3, 1:36 | Johnson besiegte Chapolin mit einem schottischen Twister. |
Charles Johnsons Sieg bei UFC 330 war bemerkenswert, da er Erholung, Vorbereitung und eine seltene Technik vereinte. Chapolins Niederschlag in der zweiten Runde sorgte für echte Spannung im Kampf, während Johnsons Antwort in der dritten Runde die entscheidende Wende brachte. Seine eigenen Kommentare machten deutlich, dass er die Schlusssequenz als einstudierte Aktion betrachtete, wobei Chapolins Drehversuch die Chance bot. Für Johnson war der Sieg zudem eine willkommene Wiedergutmachung für die Niederlage gegen Almabayev im Juni und eine Leistung, die Nascimento gewidmet war.
Quellen: MiddleEasy
Kampfgerede
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