Floyd Mayweather weiß immer noch genau, wo sich der Sauerstoff befindet.
Fragt man ihn nach den Boxern, die er aktuell mag, liegt der sichere Weg auf der Hand: die Techniker loben, die Champions erwähnen, die alte Garde bei Laune halten. Mayweather tat dies teilweise. Dann schlug er jedoch einen Weg ein, den Boxpuristen verabscheuen, indem er... Jake Paul Er sieht sich derzeit gerne Boxkämpfen dieser Namen an. Für einen ehemaligen Boxstar, der jahrelang die VIP-Bereiche des Boxsports bewacht hat, ist das kein leichtfertiges Kompliment.
Das Timing verleiht dem Ganzen Brisanz. Mayweathers geplanter Kampf gegen Manny Pacquiao im September wurde abgesagt, und die jüngsten Gerüchte um seine Finanzen halten seinen Namen aus Gründen, die weit von einem sauberen rechten Haken entfernt sind, in den Schlagzeilen. Paul hingegen bleibt der umstrittenste Publikumsmagnet im Boxsport: kein klassischer Titelanwärter, kein gewöhnliches Talent, aber unbestreitbar ein Kämpfer, der die breite Öffentlichkeit immer wieder in seinen Bann zieht.

Floyd Mayweather unterstützt Jake Pauls Boxkarriere.
Mayweather wurde von „Come and Talk 2 Me“ gebeten, Kämpfer der aktuellen Szene aufzuzählen, die ihm besonders auffallen. Er nannte David Benavidez, Keyshawn Davis, Shakur Stevenson und Devin Haney und lobte gleichzeitig auch die Talente aus Japan. Das ist eine beachtliche Bandbreite: Druck, Technik, Schnelligkeit, olympische Erfahrung und herausragendes Können – all das vereint sich in wenigen Namen.
Dann kam Paul. Mayweather bezeichnete den YouTuber und Boxer nicht als den Besten seines Fachs und tat auch nicht so, als gehöre der gebürtige Ohioer in die Riege der besten Boxer aller Gewichtsklassen. Sein Lob galt vielmehr dessen Geschäftssinn, seinem Gespür für Aufmerksamkeit und seiner Fähigkeit, Skepsis in lukrative Einnahmen zu verwandeln. Kurz gesagt: „Ich mag Jake Pauls Einsatzwillen.“ Von Mayweather, einem Boxer, der seine zweite Karriere darauf aufgebaut hat, sowohl den Kampf als auch den Gegner zu kontrollieren, hat diese Aussage eine ganz andere Bedeutung.
Warum Mayweathers Kommentar zu Jake Paul besonderes Gewicht hat
Mayweather hat sich nicht immer wohlwollend über Pauls Rolle im Boxsport geäußert. Deshalb fällt dieser Sinneswandel so auf. Es ist weniger eine Bestätigung für Paul als Titelkandidaten als vielmehr die Erkenntnis, dass die Macht der Influencer im Boxsport mittlerweile zu groß geworden ist, um sie einfach zu ignorieren. Mayweather versteht die Kunst der Einflussnahme wie kaum ein anderer in der Geschichte des Kampfsports, und Pauls gesamtes Konzept basiert auf Einflussnahme: Gegnerwahl, Kontrolle der Plattform, Erzeugung von Social-Media-Hype und die Bereitschaft, Beschimpfungen von Boxlegenden zu ertragen, solange die Schecks eingelöst werden.
- Mayweather erwähnte Paul, als er über aktive Boxer sprach, die er gerne beobachtet.
- Er erwähnte außerdem Benavidez, Davis, Stevenson, Haney und japanische Talente.
- Der für September geplante Kampf zwischen Mayweather und Pacquiao wurde abgesagt.
- Laut den Quellenangaben kämpfte Paul zuletzt im Dezember gegen Anthony Joshua.

Könnte der Kampf zwischen Floyd Mayweather und Jake Paul zu einer echten Erfolgsgeschichte im Boxbusiness werden?
Die naheliegende Frage ist, ob Lob einfach nur Lob ist oder der erste kleine Hinweis auf ein weiteres Spektakel. Mayweather hat den Showboxsport bereits zu einer eigenen Branche gemacht, und Paul hat jahrelang bewiesen, dass man für die Vermarktung eines Kampfes nicht die üblichen sportlichen Regeln braucht. Wenn sich in diesem Bereich Geld verdienen lässt, wissen beide, wo die Tür ist.
Natürlich gibt es Grenzen. Mayweather ist ein defensives Genie mit einer makellosen Profibilanz von 50:0; Paul hingegen ist ein Quereinsteiger, der sich zwar verbessert und brillant vermarktet hat, aber immer noch die Folgen seines Boxwegs mit sich trägt. Es ginge nicht um Ranglistenplätze oder Titel. Es ginge um Aufmerksamkeit, Verhandlungsmacht und einen weiteren Test dafür, ob die Promi-Szene im Boxen weiterhin von Legenden profitieren kann, ohne auf die übliche Rangliste der Herausforderer angewiesen zu sein. Für das breite Publikum im Kampfsport ist das der unangenehme Aspekt: Die lautesten Kämpfe sind nicht immer die bedeutsamsten, aber sie können dennoch Einfluss darauf haben, worauf Promoter als Nächstes setzen.
| Abbildung | Aktuelle Relevanz für die Geschichte |
|---|---|
| Floyd Mayweather | Eine Boxlegende im Ruhestand, deren Lob Paul in der Geschäftswelt einen Glaubwürdigkeitsschub verleiht. |
| Jake Paul | Der Influencer-Boxer wird von Mayweather als attraktive Attraktion für den modernen Boxsport positioniert. |
| Manny Pacquiao | Langjähriger Rivale von Mayweather im Zusammenhang mit dem abgesagten Comeback-Plan im September. |
| David Benavidez | Von Mayweather als ein Kämpfer genannt, den er in der heutigen Boxszene hoch einschätzt. |
| Shakur Stevenson | Zu den von Mayweather erwähnten talentierten und aktuell tätigen Personen zählten auch einige. |
| Devin Haney | Ein weiterer aktiver Star, den Mayweather in seine umfassendere Liste sehenswerter Kämpfer aufnahm. |
Mayweathers Kommentar wird Puristen verärgern, da er Paul als Teil des modernen Boxgeschehens und nicht als Randerscheinung betrachtet. Diese Irritation ist verständlich, verkennt aber die offensichtliche Tatsache: Mayweather hat sein Imperium nicht aufgebaut, indem er die Zugkraft der Boxer ignorierte. Der abgesagte Kampf gegen Pacquiao bedeutet, dass er sein Comeback im September verpasst, und Paul bleibt auch 2026 einer der zugkräftigsten Nicht-Champions im Boxsport.
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